Brauchtum und Tradition im Herzen Bayerns

 

…vom Pilgern und Feiern am Wallfahrtsort

„Von jeder Haustür geht ein Weg nach Altötting“, besagt ein altes bayerisches Sprichwort. So machen sich alljährlich unzählige Pilger auf den Weg ins bayerische Nationalheiligtum. Sei es aus alter Tradition, aus tiefem Glauben oder aus sportlichem Ehrgeiz – ihnen allen ist der Weg nach Altötting eine Herzensangelegenheit.
 

Lichterprozession


Das Wallfahrtsjahr ist reich gesät mit Traditionen und Feierlichkeiten. Einige Höhepunkte dabei sind der 1. Mai, der Beginn des Marienmonats, die beeindruckende Fronleichnams-Prozession und der Festtag Mariä Himmelfahrt am 15. August, dem eine feierliche Lichterprozession am Vorabend vorausgeht. Vor allem aber das dreitägige Pfingstfest mit der Ankunft zahlreicher traditioneller Fußpilgergruppen, deren Ursprünge teils schon hunderte Jahre zurückreichen, ist getragen von einer ganz besonderen Atmosphäre. Der Erleichterung der Pilger über den bewältigten, oft auch langen und anstrengenden Fußweg und die schier unermessliche Freude über die Ankunft am Kapellplatz, über das Wiedersehen mit Freunden und Familie die ihre Lieben wieder in die Arme schließen. Wer einmal dabei war, den lässt die Fußwallfahrt nicht mehr los. [Pfingstwochenende 2018: 19. - 21. Mai]

Aber auch das weltliche Brauchtum darf an einem Wallfahrtsort nicht zu kurz kommen. Jedes Jahr, pünktlich am Wochenende nach Pfingsten läutet der Dultauszug mit den festlich geschmückten Kutschen der Altöttinger Brauereien die gemütliche Hofdult ein. Bier, Brotzeiten und bayerische Schmankerl – die Quintessenz des einwöchigen Festes am Dultplatz. Übrigens, das Feiern hat in Altötting eine lange Tradition von mehr als 600 Jahren, genau genommen im Jahr 1383 nahm das bunte Treiben – damals noch direkt auf dem Altöttinger Kapellplatz rund um die Gnadenkapelle seinen Lauf. [Hofdult 2018: 25. Mai - 3. Juni]
 

Hofdult Altötting


Noch heute gefeierte Kleinode im Jahreslauf, wie das Sturmamt und die Sturmlitanei (26./ 27. Juli) gehen auf historische Begebenheiten zurück. Nein, nicht auf einen Jahrhundertsturm, sondern auf folgende historische Anekdote: Die große Glocke der Stiftspfarrkirche läutete von sich selbst aus Sturm, damit das Gnadenbild in den Wirren des Spanischen Erbfolgekriegs (1701-1714) zum Schutz nicht an einen anderen Ort überführt wurde, sondern in Altötting blieb. Seit diesem Tag trägt die Glocke den Beinamen „Stürmerin“.

Zum Jahresabschluss lädt der Advent in Altötting zur Besinnung und Einstimmung auf eines der schönsten Feste des Jahres. Der Christkindlmarkt am barocken Kapellplatz bietet den Rahmen für einen gemütlichen Bummel und die zahlreichen traditionellen Adventskonzerte, allen voran das Adventsingen der Liedertafel Altötting, bilden einen stimmungsvollen Höhepunkt.

[Christkindlmarkt 2018: 24. November - 16. Dezember]
 

Alphornbläser (Adventsingen Altötting)

 

 

 

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