Der Ehrenbürgerbrief der Stadt Altötting an Papst Benedikt XVI.

Ehrenbürger von Altötting

Die Ehrenbürger der Stadt Altötting

Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Altötting zu vergeben hat. Ihre Verleihung erfolgt auf Beschluss des Stadtrates an Persönlichkeiten, die sich durch herausragenden Einsatz für das Gemeinwohl verdient gemacht haben und in einem besonderen, nachhaltigen Bezug zu Altötting stehen.

Fritz Obermaier

Fritz Obermaier (*12.11.1932) wurde am 13. Dezember 2017 die höchste Auszeichnung der Kreisstadt Altötting, die Ehrenbürgerwürde verliehen. Von Mai 1960 bis Oktober 1960 und von 1966 bis 1990 war er Mitglied des Altöttinger Stadtrates und übte von 1966 bis 1978 das Amt des Jugend- und Sportreferent aus. In diese Zeit fiel der Bau des neuen Freibades mit Freizeitzentrum St. Georgen, Fritz Obermaier gilt auch als Vater des „Altöttinger Ferienpasses“. Von 1972 bis 1978 übte er das Amt des Zweiten Bürgermeisters der Kreisstadt Altötting aus. In dieser Eigenschaft leitete er immer wieder vertretungsweise die Verwaltung in einer von großen und auch schwierigen städtischen Baumaßnahmen geprägten Zeit.

Potrait des Ehrenbürgers von Altötting Fritz Obermaier

Neben seinem kommunalen Engagement widmete sich Fritz Obermaier insbesondere der Arbeit des Turnverein Altötting 1864 e.V., dessen 2. Vorsitzender er war. Im Rahmen seiner Jugendarbeit übte er auch das Amt des 1. Vorsitzenden des Kreisjugendrings aus, gehörte dem Pfarrgemeinderat der Stadtpfarrei von St. Philippus und Jakobus an, war Pfarrjugendführer und Kolping-Vorsitzender. Er wirkte als Zweiter Assistent der Marianischen Männerkongregation, seit 2005 gehört er dem MC-Konsult an. Wesentlich beteiligt war er u. a. an der Organisation des 400-jährigen Jubiläums der Marianischen Männerkongregation, der Vorbereitung der Papstbesuche von Johannes Paul II. und von unserem weiteren Ehrenbürger Papst Benedikt XVI. in Altötting. Die im Jahre 2007 im Romanischen Portal der Stiftspfarrkirche höchst erfolgreich laufende Ausstellung zum 80. Geburtstag von Papst Benedikt XVI. hat er ganz entscheidend mitgestaltet. Der Stadtrat der Kreisstadt Altötting hat in seiner Sitzung am 15. November 2017 beschlossen, Fritz Obermaier in Anerkennung seiner vielfältigen Verdienste um unsere Heimatstadt die Ehrenbürgerwürde der Kreisstadt Altötting zu verleihen.

Padre Geraldo Brandstetter

Padre Geraldo Brandstetter (*1935) wurde am 25. September 2015 die höchste Auszeichnung der Kreisstadt Altötting, die Ehrenbürgerwürde, verliehen. Nach dem Abitur 1954 trat Padre Geraldo in das Priesterseminar St. Stephan in Passau ein und studierte dort an der philosophisch-theologischen Hochschule. Im Jahr 1961 wurde er im Hohen Dom zu Passau durch Bischof Simon Konrad zum Priester geweiht. Im Jahr 1969 fand die feierliche Aussendungsfeier des Brasilienteams in der Votivkirche in Brasilien durch Bischof Antonius Hofmann statt.

Ehrenbürger der Stadt Altötting Gerd Brandstetter

S. E. Bischof emeritus Wilhelm Schraml

S. E. Bischof emeritus Wilhelm Schraml (*1935) wurde am 14. August 2015, am Vorabend des Patroziniums der Hl. Kapelle und des Hochfestes „Mariä Himmelfahrt“, die höchste Auszeichnung der Kreisstadt Altötting, die Ehrenbürgerwürde, verliehen. Am 13. Dezember 2001 ernannte der heilige Papst Johannes Paul II. Weihbischof Wilhelm Schraml zum 84. Bischof des Bistums Passau. Mit der Schaffung einer neuen Anbetungskapelle in der früheren Schatzkammer und der Idee, die Marienweihe des Bistums Passau in Altötting zu feiern, hat Bischof em. Schraml wichtige Akzente in der Kreisstadt Altötting gesetzt.

Ehrenbürger der Stadt Altötting S. E. Bischof emeritus Wilhelm Schraml

Auf seine Initiative hin wurde im Gebäude der Bischöflichen Administration das „Haus Papst Benedikt – Neue Schatzkammer“ geschaffen, dass für die Wallfahrt, die Stadt Altötting und für all unsere Pilger und Gäste ein „Jahrhundertgeschenk“ ist. S. E. Bischof em. Wilhelm Schraml unterstützte und förderte weitere vielfältige Maßnahmen für das Heiligtum und die Stadt Altötting. Der Stadtrat hat in Anbetracht dieser hohen Verdienste in seiner Sitzung am 13. Mai 2015 beschlossen, Bischof em. Wilhelm Schraml die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.

Gerold Tandler

Gerold Tandler (*1936) Staatsminister a. D., wurde am 10. Dezember 2008 die äußerst seltene Auszeichnung der Ehrenbürgerwürde der Kreisstadt Altötting für seine vielfältigen Verdienste um die Kreisstadt Altötting verliehen. Trotz all seiner höchsten politischen Funktionen war er für die Kreisstadt immer als geschätzter Ratgeber, als Motor und oftmals auch als geschätzter Nothelfer erreichbar. Durch sein großes persönliches Engagement, seine Beharrlichkeit und sein Durchsetzungsvermögen setzte er sich stets für unsere Kreisstadt ein und hat sich um unseren Landkreis hoch verdient gemacht. Gerold Tandler war immer sehr an einer erfolgreichen Weiterentwicklung unseres Gemeinwesens, der Wallfahrt und an den Menschen, die in unserer Stadt leben und arbeiten, interessiert.

Ehrenbürger der Stadt Altötting Staatsminister a. D. Gerold Tandler

Richard Antwerpen

Richard Antwerpen (*1930) Altbürgermeister, hat sich in vielen Jahrzehnten in herausragender Weise um die Stadt Altötting verdient gemacht. Zwölf Jahre lang war er Bürgermeister von Altötting. In der langen Liste von Maßnahmen, die unter Richard Antwerpens Regie verwirklicht wurden und die das Stadtbild und die Stadtentwicklung gleichermaßen nachhaltig positiv geprägt haben, sind besonders die Verkehrsfreimachung und Neugestaltung des Kapellplatzes samt der Fertigstellung des Inneren Rings und der Bau der Tiefgaragen hervorzuheben. Für seine vielfältigen Verdienste um die Stadt Altötting erhielt Richard Antwerpen 2007 die Ehrenbürgerwürde.

Ehrenbürger der Stadt Altötting Altbürgermeister Richard Antwerpen

Emeritierter Papst Benedikt XVI.

Emeritierter Papst Benedikt XVI. (Joseph Alois Ratzinger) (*1927) war ab 2005 das Oberhaupt der katholischen Kirche bis zu seinem Amtsverzicht 2013 , zeigte zeitlebens eine enge Verbundenheit mit dem Marienheiligtum in Altötting. Geboren in Marktl am Inn wirkte er nach der Priesterweihe 1951 zunächst vor allem als Theologe (Professuren in Freising, Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg) und nahm in dieser Funktion am Zweiten Vatikanischen Konzil teil. 1977 wurde er zum Erzbischof von München und Freising ernannt und erhielt die Kardinalswürde.

Portrait von Papst Benedikt XVI.

Bildergalerie Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Altötting an Papst Benedikt XV.

Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Papst Benedikt XVI.

Verleihung Ehrenbürgerwürde an Papst Benedikt XVI.    

Erster Bürgermeister Hofauer mit dem Ehrenbürgerbrief an Papst Benedikt XVI.
Der Ehrenbürgerbrief von Papst Benedikt XVI.
Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Papst Benedikt XVI.
Bürgermeister Hofauer bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Papst Benedikt XVI.
Erster Bürgermeister Hofauer überreicht Papst Benedikt XVI. den Ehrenbürgerbrief der Stadt Altötting-Foto: Georg Willmerdinger
Erster Bürgermeister Hofauer überreicht Papst Benedikt XVI. das Geschenk der Stadt Altötting-Foto: Georg Willmerdinger
Das Geschenk der Stadt Altötting an den Ehrenbürger Papst Benedikt XVI.-Foto: Georg Willmerdinger
Das Geschenk der Stadt Altötting an den Ehrenbürger Papst Benedikt XVI.-Foto: Georg Willmerdinger
Gruppenbild bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Papst Benedikt XVI. im Vatika mit dem Altöttinger Stadtrat-Foto: Georg Willmerdinger
Verleihung der Ehrenbüergerwürde an Papst Benedikt XVI.-Foto-Georg-Willmerdinger
10Verleihung der Ehrenbüergerwürde an Papst Benedikt XVI.-Foto-Georg-Willmerdinger

1981 berief ihn Papst Johannes Paul II. zum Präfekten der katholischen Glaubenskongregation in Rom. 2005 wählte ihn das Konklave zum 265. Nachfolger des Hl. Petrus. Als erster Deutscher auf dem Stuhl Petri seit fast 500 Jahren versteht sich Benedikt XVI. seinem Bischofmotto entsprechend als „Mitarbeiter der Wahrheit“. Theologische Brillanz und Führungsstärke gründen in einer tiefen Gläubigkeit die ihre Wurzeln in der bayerischen Kindheit des Papstes hat. Schon als Kind besuchte Joseph Ratzinger häufig das Altöttinger Gnadenbild. Auch als Priester, Bischof, Kardinal schöpfte er aus der spirituellen Ausstrahlung des Marienheiligtums Kraft für seine Aufgaben. In Anerkennung seiner vielfach bewiesenen, innigen Verbundenheit mit der Kreis- und Wallfahrtsstadt Altötting wurde ihm 2006 die Ehrenbürgerwürde der Stadt verliehen.

Dr. Maria Eder

Dr. Maria Eder(*1919, †2007) seit 1960 Missionsärztin in Simbabwe, ist die erste weibliche Ehrenbürgerin der Kreisstadt Altötting. Unter schwierigsten Bedingungen baute Dr. Eder in Brunapeg am Rand der Kalahari-Wüste eine medizinische Versorgung auf. Dort und anschließend im Regierungskrankenhaus Antelope betreute sie zehntausende von Patienten auch während der Bürgerkriegswirren in Simbabwe. Seit 2000 arbeitet sie im AIDS- Waisen-Betreuungs-Programm der Erzdiözese Bulawayo. Über Jahrzehnte haben Stadt und Pfarrei Altötting die Projekte Dr. Eders unterstützt, die intensive Verbindung erwies sich für beide Seiten als fruchtbar. In Anerkennung ihres Lebenswerks wurde Dr. Eder 2004 die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Ehrenbürgerin der Stadt Altötting Dr. Maria Eder
Urkunde der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Dr. maria Eder im Jahr 2004.
Portrait Dr. Maria Eder bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde.
Dr. Maria Eder hört der Ansprache bei der Verleihung ihrer Ehrenbürgerwürde zu.
Bürgermeister Hofaufer gratuliert Dr. Maria Eder.
Portrait von Dr. Maria Eder bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde.
Gruppenfoto bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Dr. Maria Eder.
Dr. Maria Eder unterschreibt im Goldenen Buch der Stadt Altötting.
Mehrere Menschen stoßen mit Dr. Maria Eder auf ihre Ehrenbürgerwürde an.
Dr. Maria Eder kümmert sich in Simbabwe um ein Kind.
Dr. Maria Eder mit einer Gruppe Einheimischer in Simbabwe.
Dr. Maria Eder wird von Einheimischen in Simbabwe begrüßt.
Dr. Maria Eder mit ihrem Team in Simbabwe
Dr. Maria Eder mit einer einheimischen Frau in Simbabwe.
Dr. Maria Eder trägt zwei einheimische Kinder in Simbabwe.

Seban Dönhuber

Seban Dönhuber (*1934) Altlandrat, hat sich in vielfältigen politischen Funktionen (Landtagsabgeordneter, Senator, Landrat) für den Landkreis und die Stadt Altötting eingesetzt. Daneben engagierte er sich in verantwortlichen Ämtern in sozialen Organisationen (u.a. BRK-Kreisvorsitz, AWO-Landesvorsitz). Zahlreiche Großprojekte wie etwa der Neubau des Kreiskrankenhauses wurden unter seiner Federführung verwirklicht. 2001 erhielt Seban Dönhuber die Ehrenbürgerwürde.

Portrait des Ehrenbürgers Seban Dönhuber

Dr. Franz Xaver Eder

Dr. Franz Xaver Eder (*1925, + 2013) Altbischof, war 17 Jahre lang Bischof von Passau. In dieser Zeit hat Dr. Eder die traditionsreiche Wallfahrt nach Altötting besonders gefördert und in zahlreichen Besuchen in Altötting seine Verbundenheit mit der Stadt zum Ausdruck gebracht.
Das 500-jährige Wallfahrtsjubiläum 1989 stellte einen Höhepunkt seiner Amtszeit dar. Aber auch Eders Initiativen in der Weiterentwicklung der Pastoralarbeit und der Jugendarbeit wirkten sich in Altötting sehr positiv aus. Die Ehrenbürgerwürde erhielt Dr. Eder 2001.

Ehrenbürger der Stadt Altötting Altbischof Dr. Franz Xaver Eder

Max Absmeier

Max Absmeier (*1920 - +2012) Prälat, war von 1979-1995 Stadtpfarrer der Pfarrei St. Philippus und Jakobus. In dieser Zeit verband er die Aufgaben des Wallfahrtspfarrers mit einer intensiven Gemeindearbeit. Er setzte sich stark für die karitativen kirchlichen Einrichtungen in Altötting ein (Kinderheim, Behindertenheim, Begegnungszentrum) und wirkte führend an den Großveranstaltungen in dieser Zeit mit (Papstbesuch 1980, Wallfahrtsjubiläum 1989). Für sein umfassendes seelsorgerliches und organisatorisches Wirken wurde er 1995 mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet.

Ehrenbürger der Stadt Altötting Max Absmeier