Seien es sechs, zwölf oder gar 48 Jahre: Im April ging die Amtszeit für acht Mitglieder des Altöttinger Stadtrates zu Ende. Erster Bürgermeister Stephan Antwerpen verabschiedete sie am 22. April im Rahmen der Sitzung und blickte dabei auf die individuellen Schwerpunkte zurück, mit denen sich die scheidenden Mitglieder zum Wohle der Kreisstadt eingebracht hatten. In diesem Zuge entschuldigte er zunächst Rosi Hermann, die ebenfalls aus dem Stadtrat ausschied, aber nicht an der Sitzung teilnehmen konnte.
Sechs Jahre hatte sich Marcel Seehuber als Stadtrat engagiert, nachdem er 2020 für Die Liste in das Gremium gewählt worden war. Seither war er nicht nur Fraktionssprecher, sondern setzte sich auch als Mobilitätsreferent für eine nachhaltige Verkehrswende in Altötting ein. Während seiner Amtszeit war er außerdem Mitglied im Hauptausschuss sowie Vertreter im Planungs- und Umweltausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss und Forums-Ausschuss. Neben seiner kommunalpolitischen Tätigkeit ist Marcel Seehuber Vorstand des SauRiassl Syndikats, einem Netzwerk aus gemeinschaftlichen und ökologischen Wohnprojekten.
Sieben Jahre war Tobias Klaffke Mitglied des Stadtrates, nachdem er 2019 für die Freien Wähler nachrückte. Zunächst engagierte er sich zwei Jahre als Mitglied im Hauptausschuss, seit dem Jahr 2020 war er Mitglied im Forums-Ausschuss. Er war überdies Vertreter im Planungs- und Umweltausschuss, Forums-Ausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss und Hauptausschuss. Rund elf Jahre hatte er außerdem das Amt des Geschäftsführers der Freien Wähler Altötting inne.
Zwei Amtszeiten setzte sich Christian Pöllner im Stadtrat für die Belange Altöttings ein: 2014 wurde er für die CSU in das Gremium gewählt. Bereits seit Beginn seiner Amtszeit war er Mitglied im Forums-Ausschuss, seit 2020 außerdem Mitglied im Planungs- und Umweltausschuss. Drei Jahre war er überdies Fraktionssprecher, ehe er 2024 das Amt des zweiten Stellvertreters übernahm. Als Stellvertreter war er auch im Planungs- und Umweltausschuss, Hauptausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss tätig. Einen hohen Stellenwert nehmen für Christian Pöllner Kunst und Kultur ein: Der gelernte Kunstschmied engagierte sich seit Beginn seiner Amtszeit als Referent für Kultur.
Ebenfalls zwölf Jahre vertrat Dr. Stefan Schneiderbauer die CSU im Stadtrat. In dieser Zeit setzte er sich als Feuerwehrreferent für die Belange der Freiwilligen Feuerwehr Altötting und Raitenhart ein. Seit 2020 war er Mitglied im Kläranlagenausschuss, überdies engagierte er sich als Vertreter in mehreren Ausschüssen. So war er im Planungs- und Umweltausschuss, Forums-Ausschuss, Hauptausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss tätig. Dr. Stefan Schneiderbauer ist außerdem zweiter Stellvertreter im CSU-Ortsverband Altötting, Vorstandsmitglied in der Jagdgenossenschaft und Beisitzer im Oettinger Heimatbund.
18 Jahre setzte sich Wolfgang Erdmann für die Belange der Kreisstadt ein. 2008 rückte er für die Freien Wähler in den Stadtrat nach. Er gehörte nicht nur dem Hauptausschuss, dem Planungs- und Umweltausschuss und dem Forums-Ausschuss als Mitglied an, sondern engagierte sich auch in zahlreichen Ausschüssen als Vertreter. Diese Funktion übte er im Planungs- und Umweltausschuss, im Hauptausschuss, im Wasserausschuss für die gemeinsame Trinkwassergewinnung und- speicherung, im Wasserausschuss für die Zusammenarbeit im Bereich der Wasserversorgung, im Forums-Ausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss aus. Sechs Jahre war er außerdem zweiter Vertreter des Fraktionssprechers der Freien Wähler. In der Ortsgruppe seiner Partei ist er seit 2009 Vorsitzender. 2011 rief er überdies das Fest der Sinne ins Leben und organisierte es insgesamt fünf Mal.
Auf 38 Jahre Amtszeit kann Toni Dingl zurückblicken: 1988 wurde er für die Freien Wähler in den Stadtrat gewählt. Während seiner langjährigen Tätigkeit war er Mitglied in zahlreichen Ausschüssen: Von 1996 bis 2002 verstärkte er den Arbeitskreis Umwelt und Natur, anschließend war er bis 2008 Mitglied im Wasserausschuss. Von 2008 bis 2026 war er Mitglied im Wasserausschuss für die gemeinsame Trinkwassergewinnung und -speicherung sowie im Wasserausschuss für die Zusammenarbeit im Bereich der Wasserversorgung. Von 2010 bis 2020 war er Mitglied im Forums-Ausschuss, zwei Jahre außerdem Mitglied im Planungs- und Umweltausschuss. Überdies war er Vertreter im Festausschuss, Planungs- und Umweltausschuss, Forums-Ausschuss, Kläranlagenausschuss, Hauptausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss. Außerdem war er mehrere Jahre Vertreter des Fraktionssprechers der Freien Wähler. Im Jahr 1990 übernahm Toni Dingl das Referat für Umweltfragen und Grünanlagen, das 1996 zum Umweltreferat wurde. In dieser Funktion setzte er sich bis 2026 mit großem Engagement für eine klimafreundliche Energieversorgung der Kreisstadt ein. Auf seine Initiative geht auch das Projekt Marktschwärmerei am Altöttinger Bahnhof zurück.
Nahezu ein halbes Jahrhundert engagierte sich Wolfgang Sellner im Stadtrat: 48 Jahre gehörte er dem Gremium an. 1978 wurde er für die CSU in den Stadtrat gewählt und übernahm zu diesem Zeitpunkt auch das Referat für Jugendfragen, Sport, Kinderspielplätze und Jugendzentrum. Während seiner 24-jährigen Tätigkeit in dieser Funktion setzte er zahlreiche Projekte um, war etwa einer der Initiatoren des Altöttinger Ferienpasses. Im Ausschuss für Fragen eines Jugendzentrums sowie im Rechts- und Personalausschuss war er von 1978 bis 1984 Mitglied, anschließend verstärkte er sechs Jahre sowohl den Rechnungsprüfungsausschuss als auch den Ausschuss für den Jugendtreff. Jeweils 36 Jahre gehörte er dem Planungs- und Umweltausschuss sowie dem Hauptausschuss an. 1987 wurde Wolfgang Sellner zum Zweiten Bürgermeister gewählt – ein Ehrenamt, das er 33 Jahre voller Engagement ausübte. Seit 2020 war er Referent für Vereine, Sport und Städtepartnerschaften, übernahm in dieser Funktion die Organisation der Sportlerehrung sowie gemeinsamer Sportturniere mit Altöttings Partnerstädten. Mitglied im Kreistag war er von 1981 bis 2026, als CSU-Ortsverbandsvorsitzender engagierte er sich von 1987 bis 2007. Seit 2023 ist er Kreisvorsitzender der Seniorenunion. Untrennbar verbunden ist Wolfgang Sellner überdies mit dem TV Altötting: Rund 24 Jahre war er erster Vorsitzender des Sportvereins, 2023 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er prägte das Vereinsleben nachhaltig, initiierte zahlreiche Projekte wie das BoxGym und die Kindersportschule. Sein Engagement wurde unter anderem mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt gewürdigt, 2021 erhielt er außerdem den Goldenen Ehrenring der Stadt Altötting.