Grundschüler bei der Europapreisverleihung 2013 in Altötting

Altötting und Europa

Altötting - Baustein für ein geeintes Europa

Die Stadt Altötting wurde vom zuständigen Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft der Parlamentarischen Versammlung des Europarates für die Verbreitung des Europäischen Gedankens mehrfach ausgezeichnet:

- Europadiplom am 28. September 2000

- Ehrenfahne am 28. September 2001

- Europaplakette am 19. September 2003

- Europapreis am 14. September 2013

Diese Auszeichnungen sind die europäische Würdigung und Anerkennung unserer vielfältigen Anstrengungen, den Namen, die Schönheit und die kirchliche und kulturelle Ausstrahlungskraft unserer Heimatstadt über unsere Grenzen hinauszutragen und Menschen aller Nationen hierher in das "Herz Bayerns" einzuladen.

Die Wallfahrtsstadt Altötting ist maßgebliche Mitbegründerin und Mitglied der seit 1996 bestehenden europaweiten Kooperation „Shrines of Europe“, dem Zusammenschluss der sieben bedeutendsten Marienwallfahrtszentren Europas (Altötting, Fatima, Loreto, Lourdes, Mariazell, Tschenstochau, Einsiedeln).
 

Der Europapreis

Der im Jahr 1955 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg ins Leben gerufene Europapreis ist die höchste Auszeichnung, die einer europäischen Gemeinde für ihre Tätigkeiten auf dem Gebiet der europäischen Verständigung verliehen werden kann.

Von 1955 bis 2018 erhielten diese hohe Auszeichnung nur 77 Städte in Europa. Nur eine oder zwei Gemeinden, die bereits im Besitz des Europäischen Diploms, der Ehrenfahne und der Ehrenplakette sind, erhalten den Preis jedes Jahr.

Verleihung des Europapreises an die

Kreisstadt Altötting am 14. September 2013


Am 23. April 2013 hat der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung der parlamentarischen Versammlung entschieden, den Europapreis 2013 an die Städte Tata in Ungarn und Altötting zu verleihen. Der Preis wird jedes Jahr an Städte vergeben, die bei der Förderung der europäischen Einigung besonders aktiv sind.

Die offizielle Begründung in der Pressemitteilung des Europarates am 24. April 2013 lautet wie folgt:

Altötting in Bayern unterhält Städtepartnerschaften mit Loreto (Italien) und Fatima (Portugal). Der Wallfahrtsort hat zahlreiche Austauschprogramme, besonders für junge Menschen und Schüler, entwickelt und, in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Wallfahrtsorten, die ebenfalls Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Shrines of Europe“ sind, bedeutende Veranstaltungen organisiert.

Als 16. deutsche Stadt ist es für die Kreisstadt eine besondere Ehre, diese höchste Auszeichnung als Würdigung des besonderen europäischen Engagements nach dem Europadiplom 2000, der Ehrenfahne 2001 sowie der Ehrenplakette 2003 entgegennehmen zu dürfen.

Am 14. September 2013 fand die Verleihung des Europapreises 2013 des Europarates an die Kreisstadt Altötting zusammen mit einem umfangreichen Rahmenprogramm im Kultur+Kongress Forum Altötting statt.

Den feierlichen Festgottesdienst zelebrierte S. E. H. H. Diözesanbischof emeritus Wilhelm Schraml zusammen mit zahlreichen Konzelebranten in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus. S. E. Diözesanbischof em. Wilhelm Schraml sagte in seiner Predigt, dass diese hohe Auszeichnung eine Ehrung für das unermüdliche Wirken der Kreisstadt Altötting im Blick auf das innere Zusammenwachsen der Völker Europas gerade in den letzten Jahrzehnten sei. Die musikalische Gestaltung übernahm der Kapellchor der Bischöflichen Administration zusammen mit dem Kapellorchester des Altöttinger Marienwerks unter der Leitung von Kapellmeister Max Brunner in ganz vortrefflicher Weise.

Im Anschluss an den Festgottesdienst empfing Erster Bürgermeister Herbert Hofauer zahlreiche geladene Gäste im Großen Sitzungssaal des Altöttinger Rathauses. Nach der herzlichen Begrüßung durch Ersten Bürgermeister Herbert Hofauer sprachen Sir Alan Meale britischer Parlamentsabgeordneter und Vorsitzender des Unterausschusses des Europarates für den Europapreis, Zdzislaw Wolski, Vertreter der Stadt Tschenstochau/Polen, Dottore Federico Guazzaroni, Vertreter der Partnerstadt Loreto/Italien, Frau Bezirksobfrau Liane Schrittwieser, Vertreterin der Stadt Mariazell/Österreich, Frau Ratsfrau Jirina Kaierova, Vertreterin der Stadt Pribram/Tschechische Republik sowie Lukasz Jastrzembski, Erster Bürgermeister der Stadt Leschnitz/Polen, Grußworte an die geladenen Ehrengäste und überreichten Erinnerungsgeschenke. Im Anschluss trugen sich alle Ehrengäste in das "Goldene Buch" der Kreisstadt Altötting ein.

Ab 12 Uhr begann im Kultur+Kongress Forum Altötting ein buntes Programm im Rahmen des "Europäischen Tages". Zahlreiche Altöttinger Vereine sowie die Max-Keller-Schule, Berufsfachschule für Musik, boten in einem vielfältigen Rahmenprogramm kulturelle Beiträge. Mit Freigetränken sowie einer verbilligten Verköstigung konnten sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher stärken.

Der Festakt zur Verleihung des Europapreises 2013 des Europarates an die Kreisstadt Altötting wurde mit einem Ehrensalut der Altöttinger Schützenvereine offiziell eröffnet. Erster Bürgermeister Herbert Hofauer begrüßte die zahlreichen Ehrengäste sowie viele Altöttinger Bürgerinnen und Bürger, die an diesem für die Kreisstadt Altötting geschichtsträchtigen Tag teilnahmen. Die Übergabe des Europapreises 2013 an die Kreisstadt Altötting erfolgte durch den britischen Abgeordneten und Vorsitzenden des Unterausschusses für den Europapreis, Sir Alan Meale. In ihrer Festansprache lobte die Bayerische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Frau Emilia Müller, die Kreisstadt Altötting als Vorbild für Europa. In der Kreisstadt Altötting sei die europäische Einigung keine abstrakte Idee, sondern gelebte Überzeugung. Mit äußerst lobenden Worten und herzlichen Gratulationen schlossen sich die Grußworte von Ali Göksin, Vizebürgermeister der Stadt Ankara/Türkei, József Michl, Erster Bürgermeister der Stadt Tata/Ungarn, Stephan Mayer, Bundestagsabgeordneter, Ingrid Heckner, Landtagsabgeordnete sowie Landrat Erwin Schneider an. Die musikalische Umrahmung des Festakts erfolgte durch die Musikkapelle Altötting e. V. und die Altöttinger Kapellsingknaben und die Mädchenkantorei unter Leitung von Herbert Hager. Die Schülerinnen und Schüler der Josef-Guggenmos-Schule sowie der Weiß-Ferdl-Mittelschule Altötting traten mit einem Musik- und Tanzspiel auf.

Zum Ende des Festakts spielte Musikkapelle die Bayern-, Deutschland- und Europahymne, die alle anwesenden Gäste feierlich mitsangen. 

Der ereignisreiche Tag klang mit einem herausragenden Festkonzert  "Ave Maria - Dich preist Musica" Europäische Marienmusik durch die Jahrhunderte" des Pfarrchors St. Philippus und Jakobus "Concentus Altötting" unter der Leitung von Susanne Mette im Kongregationssaal aus.

Die Kreisstadt Altötting bedankt sich herzlich bei allen, die zur Verleihung des Europapreises an unsere Heimatstadt beigetragen haben, insbesondere für die große Bereitschaft der Vereine, Verbände und Vereinigungen, unserer Schulen, der Gemeinschaft Emmanuel, vieler Einzelpersönlichkeiten und der Arbeitsgemeinschaft „Shrines of Europe“ mit den Partnerstädten Fatima, Loreto, Lourdes, Mariazell und Tschenstochau, die seit Jahren diesen Gedanken einer aktiven europäischen Zusammenarbeit rege unterstützen, bereichern und fördern. Im Jahr 2017 wurde die Stadt Einsiedeln (Schweiz), in die Arbeitsgemeinschaft „Shrines of Europe“ aufgenommen.

Bildergalerie Verleihung des Europapreises durch den Europarat an die Stadt Altötting

Der Preis
Altarbereich in der Stiftskirche mit allen Konzelebranten
Orchester in der Kirche anlässlich der Europreisverleihung
Der Text im Goldenen Buch
Die Ehrengäste beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Empfang anlässlich Europreisverleihung Altötting b
Schützen vor dem Kultur+Kongress Forum Altötting
Schützen beim Ehrensalut
Schützen bei der Vorbereitung zum Ehrensalut
Erster Bürgermeister Hofauer bei seiner Ansprache
Schüler bei der Aufführung
Die Preisübergabe
Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei
Musikkapelle Altötting
Auftritt des Trachtenvereins am Zuccalliplatz
Gruppenfoto von Trachtlern mit einer Ziehharmonika.
Konzert am Abend im Kongregationssaal

Verleihung der Ehrenplakette des Europarates
am 19. September 2003

Das Ehrenmitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Benno Zierer, überreichte der Stadt Altötting im Rahmen einer Festveranstaltung vor dem Rathaus Altötting die Ehrenplakette des Europarates. Gewürdigt wurde auch hier das Engagement der Stadt Altötting sowie der Vereine, Verbände und Organisationen, die sich durch vielfältige Veranstaltungen, Kontakte und Austauschprogramme um den Europagedanken verdient gemacht haben.

Der Festakt, bei dem wieder zahlreiche Ehrengäste aus In- und Ausland anwesend waren, begann mit einem Festgottesdienst in der Stiftspfarrkirche.

Mit einem Ehrensalut der Altöttinger Schützenvereine und der Eurovisionshyme der Musikkapelle wurde der Festakt vor dem Rathaus eingeleitet.

Unter den zahlreichen Ehrengästen konnte Erster Bürgermeister Hofauer auch Herrn Regierungspräsident Werner-Hans Böhm und die Bürgermeister aus Lourdes, Loreto, Fatima, Tschenstochau, Pribram und Mariazell begrüßen.

Die Schüler der Grundschule knüpften ein Europäisches Netz.

Einen würdenvollen Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein Festkonzert mit dem Thema: „Europäische Marienmusik durch die Jahrhunderte“.

Bildergalerie Verleihung der Ehrenplakette des Europarates an die Stadt Altötting

Ehrenplakete des Europarats aus dem Jahr 2003 für die Stadt Altötting.
Gottesdienst zur Verleihung der Ehrenplakette des Europarats für Altötting mit Kozelebranten.
Chor sind beim Gottesdienst zur Verleihung der Ehrenplakette des Eurparats.
Bürgermeister Hofauer und Herr Zierer halten die Ehrenplakette des Europarats.
Bürgermeister Hofauer spricht am Rednerpult mit Fahnen im Hintergrund vor dem Rathaus.
Bürgermeister Hofauer und weitere Ehrengäste stehen um die Ehrenplakette des Europarats.
Bürgermeister Hofauer, umringt von weiteren Ehrengästen, hält die Ehrenplakette des Eurparats.
Schützen schießen anlässlich der Verleihung der Ehrenplakette in die Luft.
Kinder halten Sterne in die Luft und spannen Fäden, die einen Stern formen.
Der Chor und das Orchester singen bzw. spielen.

Verleihung der Ehrenfahne des Europarates am 28. September 2001

Am 28.09.2001 wurde der Stadt Altötting vom damaligen Bundestagsabgeordneten Benno Zierer, in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des für die Ehrung zuständigen Ausschusses, im Rahmen eines Festaktes vor dem Rathaus der Stadt Altötting die Ehrenfahne des Europarates überreicht. Dabei wurde insbesondere das Bemühen der Stadt Altötting um die internationale Vernetzung der Wallfahrtsorte durch die Initiative "Shrines of Europe" gewürdigt.

Neben Vertretern aus Politik, Vereinen und Kirchen aus Stadt, Landkreis, Bezirk, Land und Diözese waren auch Repräsentanten des Auslands dabei, darunter Moreno Pieroni (Bürgermeister der Partnerstadt Loreto), Wieslaw Maras (Bürgermeister der Shrines-of-Europe Partnerstadt Tschenstochau) sowie Stanislaw Hebda vom polnischen Generalkonsulat.

Bürgermeister Hofauer schüttelt einem Ehrengast vor der Europafahne die Hand.

Verleihung des Europadiploms des Europarates am 28. September 2000

Der Stadt Altötting wurde in Straßburg/Frankreich am Sitz des Europarates das Europadiplom verliehen. Zusammen mit 26 anderen Städten aus den europäischen Mitgliedsstaaten und ausgewählt aus 200 Bewerbern erhielt Altötting aus der Hand des höchsten Beamten des Europarates, Generalsekretär Walter Schwimmer, im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung diese hohe und begehrte Auszeichnung. Mit dieser Auszeichnung wurden die Bemühungen der Stadt Altötting gewürdigt, durch vielfältige eigene Initiativen einen Beitrag zur europäischen Integration und zum Bau des gemeinsamen Hauses "Europa" geleistet zu haben.

Begriffserklärungen:
Vier Preise für das gleiche Ziel

  • Das Europadiplom
  • Die Ehrenfahne
  • Die Ehrenplakette
  • Der eigentliche Europapreis
  • Europarat: Was ist das?

Das Europäische Diplom bildet die erste Stufe der Auszeichnungen. Jährlich werden mehrere Diplome an Städte in Europa vergeben.

Das Europäische Diplom ist eine Ehrenurkunde, die den Namen der Gemeinde und das Datum der Auszeichnung trägt und den Bürgermeistern der Preisträgergemeinden in einer offiziellen Zeremonie im Europapalast in Straßburg Ende Juni jedes Jahres übergeben wird.

Die meistbegehrte Auszeichnung ist die goldbestickte und mit Goldfransen versehene Ehrenfahne. Sie ist Voraussetzung für die spätere Verleihung der Ehrenplakette und des eigentlichen Europapreises. Ein Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates überreicht der preisgekrönten Gemeinde die Ehrenfahne im Rahmen einer von der Gemeinde veranstalteten öffentlichen Zeremonie.

Die im Jahr 2001 neugestaltete Ehrenplakette besteht in ihrem Oberteil aus Bronzefiguren, welche die Entführung Europas in der griechischen Mythologie darstellen; in ihrem mittleren Teil umrahmen die zwölf Europasterne die Jahreszahl der Verleihung der Plakette, während auf ihrem unteren Teil eine stilisierte Karte des erweiterten Europa in zarten Strichen sowie der Name der geehrten Gemeinde erscheinen. Die Ehrenplakette wird der ausgezeichneten Gemeinde von einem Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates im Rahmen einer offiziellen Zeremonie überreicht, zu der die Bevölkerung eingeladen wird.

1955 ins Leben gerufen, wird die höchste Stufe der vier Auszeichnungen einer Gemeinde für außergewöhnliche Leistungen zu Förderung des europäischen Einigungsgedanken zuerkannt. Der Europapreis wurde bis 2018 an 77 Städte verliehen. Nur eine oder zwei Gemeinden, die bereits im Besitz des Europäischen Diploms, der Ehrenfahne und der Ehrenplakette sind, erhalten ihn jedes Jahr. Der Europapreis besteht aus einem Wanderpreis, der ein Jahr lang in der ausgezeichneten Gemeinde verbleibt, einer Bronzemedaille, einer Erinnerungsurkunde und einem Stipendium zur Finanzierung einer Studienreise in Europa für Jugendliche der ausgezeichneten Gemeinde. Der Preis wird anlässlich eines „Europäischen Tages“ der durch die ausgezeichnete Gemeinde organisiert wird, durch den Vorsitzenden des Unterausschusses des Europarates für den Europapreis übergeben. 1984 haben sich alle mit diesem Preis ausgezeichneten Städte zu einer "Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte" zusammengeschlossen, deren Vertreter sich mindestens einmal jährlich treffen.

Der Europarat ist eine politische Organisation, die am 5. Mai 1949 von zehn europäischen Staaten zu dem Zweck gegründet wurde, eine engere Einheit zwischen seinen Mitgliedern herzustellen. Heute gehören ihm 47 Mitgliedsstaaten an.

Zu den Hauptzielen der Organisation gehören die Festigung der Demokratie auf allen Regierungsebenen, die Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und das Bewusstwerden einer gemeinsamen europäischen Identität bei Anerkennung der kulturellen Vielfalt Europas.

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