Am 16. Juli 2016 legten Manfred Seebacher und Herbert Hofauer den Grundstein für eine Städtepartnerschaft: Als damalige Bürgermeister von Mariazell und Altötting unterzeichneten sie die Urkunde im Sitzungssaal des Altöttinger Rathauses. An ebendiesem Ort empfing die Kreisstadt zehn Jahre später eine Delegation aus der österreichischen Gemeinde, die von 25. bis 27. September zu Gast war, um gemeinsam das Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft zu feiern.
Erster Bürgermeister Stephan Antwerpen hieß die Freunde aus der Steiermark rund um seinen Amtskollegen Fabian Fluch sowie Mitgliedern des Gemeinderates und der Verwaltung willkommen. In seiner Rede verglich er die Städtepartnerschaft mit einer Ehe: So feiere ein verheiratetes Paar nach zehn Jahren mit der Rosenhochzeit eine Partnerschaft, die in voller Blüte stehe. „Bezieht man diesen Gedanken auf unsere Städtepartnerschaft, dann kann man ohne Zweifel sagen: Wir haben uns für den richtigen Partner entschieden.“ Die Verbindung zwischen Mariazell und Altötting sei kein rein symbolischer Akt, sondern mit Leben gefüllt.
Mariazells Bürgermeister Fabian Fluch griff diesen Gedanken ebenfalls auf und betonte die enge Freundschaft der beiden Marienwallfahrtsorte. Eine Verbindung, die er im Anschluss im Goldenen Buch der Kreisstadt mit folgenden Worten zusammenfasste: „Wenn zwei Herzen zusammenschlagen und das auch noch im Gleichklang, dann hört man die Städtepartnerschaft, dass sie lebt, und zwar gewaltig.“
Und dass sie gewaltig lebt, zeigte die Freude, mit der sowohl die Besucher aus Mariazell als auch der Gastgeber Altötting am umfangreichen Programm teilnahmen. Bei einer Rallye durch Altötting lösten sie etwa in Viererteams gemeinsam Aufgaben, erhielten bei einer Führung zahlreiche Informationen zur Kreisstadt, besichtigten den Bauhof und feierten gemeinsam mit Stadtpfarrer Dr. Klaus Metzl eine Andacht in der Gnadenkapelle. Ein Höhepunkt des dreitägigen Aufenthaltes war auch der Besuch der Altöttinger Kirta: Die Mariazeller Delegation begleitete den Auszug nicht nur mit einer Fußgruppe, Stadtamtsdirektor Philipp Digruber durfte im Kirtastadl auch ein Bierfass anzapfen.
Seinen Ausklang fand der Aufenthalt schließlich beim Besuch der Motorradwallfahrt, die am 27. September am Kapellplatz stattfand, ehe die Gäste ihre Heimreise antraten. Hinter ihnen lagen drei Tage voller gemeinsamer Aktivitäten, Gespräche und Begegnungen – drei Tage gelebter Städtepartnerschaft.