Joachim Herrmann könne durchaus eine goldene Pilgerplakette verliehen werden. Mit diesen Worten griff Generalsekretär Martin Huber die Regelmäßigkeit auf, mit der der bayerische Innenminister am Hochfest Mariä Himmelfahrt in Altötting teilnimmt. So war Joachim Herrmann auch in diesem Jahr wieder Ehrengast des Pontifikalgottesdienstes und der anschließenden Lichterprozession, die die Kreisstadt jährlich am Vorabend des katholischen Festes veranstaltet. Bevor die Feierlichkeiten am 14. August begannen, wurde er von Erstem Bürgermeister Stephan Antwerpen im Sitzungssaal des Rathauses empfangen.
„Jährlich pilgern rund eine Million Menschen in unseren Wallfahrtsort, um unter der Heiligen Maria Trost und Schutz zu suchen. Elemente, die angesichts der weltpolitischen Lage wichtiger sind denn je“, betonte das Altöttinger Stadtoberhaupt in seiner Eröffnungsrede und ging damit auf die Herausforderungen ein, vor denen die Gesellschaft zunehmend stehe. Ein Element, das auch Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer aufgriff: Viele Menschen seien heutzutage auf der Suche nach Orientierung und würden diese in Wallfahrtsorten finden. Martin Huber bezog sich in seiner Rede auf die zentrale Rolle der Demokratie, die angesichts von Fake News und weltweiten Angriffen geschützt werden müsse. Dass Glaubensfreiheit keine Selbstverständlichkeit sei, erläuterte schließlich Joachim Herrmann. So solle das Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen, wie es in der Präambel des Grundgesetzes verankert ist, stets das politische Handeln prägen.
Eine Pilgerplakette gab es zum Abschluss des Empfangs zwar nicht – dafür durfte sich der bayerische Innenminister aber über ein besonderes Geschenk freuen: Stephan Antwerpen überreichte ihm einen Kräuterbuschen, den der Gartenbauverein traditionell zum Hochfest gebunden hatte.

Staatsminister Joachim Herrmann (3. v. links) wurde von (von links nach rechts) Landrat Dr. Tobias Windhorst, Bundestagsabgeordnetem Stephan Mayer, Bürgermeister Stephan Antwerpen, Bezirksrätin Gisela Kriegl und Generalsekretär Martin Huber im Rathaus begrüßt. Foto: Stadt Altötting