Sanierung, Aufstockung und Neubau: Um ein wahres Großprojekt handelt es sich bei der Erweiterung der Josef-Guggenmos-Grundschule Altötting. Am 21. September begannen die Baumaßnahmen am Haus Süd mit einem Spatenstich.
Erster Bürgermeister Stephan Antwerpen ging in seiner Rede auf das umfangreiche Vorhaben ein: Weil ab dem Schuljahr 2029/2030 alle Kinder bis zur vierten Klasse Anspruch auf Ganztagesbetreuung haben, reicht die Kapazität des Schulgebäudes in der Eichendorffstraße nicht mehr aus, überdies stammt es noch aus den 70er-Jahren. Zunächst wird es bis auf den Rohbau zurückgebaut und die bestehenden Gebäudeteile anschließend um jeweils ein Geschoss in Holzbauweise aufgestockt. Im Erdgeschoss wird nicht nur die Verwaltung untergebracht, in einer neuen Mensa findet künftig auch die Mittagsbetreuung statt. Im Untergeschoss und den oberen Etagen entstehen Fach- und Klassenräume. Größere Fensterflächen ermöglichen eine natürliche Lüftung, eine Fußbodenheizung sorgt für ein angenehmes Raumklima. Ein Treppenturm mit Aufzug verbindet alle Gebäudeteile barrierefrei.
Das Projekt beschränkt sich nicht nur auf die Generalsanierung und Erweiterung des Schulhauses: Auf dem Gelände entsteht eine neue Sporthalle mit einem Hartplatz auf dem Dach. Die Halle kann nach dem Schulbetrieb auch von den Altöttinger Vereinen genutzt werden.
Zum Ende der Baumaßnahme wird die Eichendorffstraße ebenfalls neugestaltet. Um die Verkehrssituation sicherer zu machen, gilt hier künftig eine Einbahnregelung. „Ich kann nur an die Eltern appellieren, ihre Kinder nicht direkt vor die Schulpforte zu fahren, sondern stattdessen den Simon-Dach-Platz als Hol- und Bringzone zu nutzen und so das Verkehrsaufkommen zu entzerren,“ so das Stadtoberhaupt.
Das Großprojekt soll im September 2028 abgeschlossen sein und kostet rund 19 Millionen Euro, die Maßnahme wird jedoch mit circa 79 Prozent gefördert. Eine Investition, die weit mehr ist als die Sanierung bloßer Bausubstanz, wie Stephan Antwerpen betont: „Wir schaffen damit die notwendigen Voraussetzungen, um Kindern in Altötting eine pädagogisch zeitgemäße Umgebung zum Lernen und Aufwachsen zu ermöglichen.“

Eröffneten die Sanierung und Erweiterung der Grundschule Süd mit einem Spatenstich (von links nach rechts): Architektin Franziska Deiringer, Bauamtsleiter Hubert Rabenbauer, Grundschulrektorin Andrea Wieser, Erster Bürgermeister Stephan Antwerpen, Andreas Di-Qual, Geschäftsleiter der ausführenden Hochbaufirma Max Aicher, und Architekt Julius Bohne-Hammerl. Foto: Stadt Altötting