Gnadenbild im adventlichen Gnadenröckl, März 2017, Altötting, Foto: Roswitha Dorfner

Festliche Garderobe

Zum Heiligen Abend machen sich alljährlich Klein und Groß besonders hübsch: Hemden werden getragen, Hosen gebügelt und Kleider behutsam dem Schrank entnommen.

Auch Altöttings Gnadenmutter, Ziel zahlreicher Pilger, trägt nicht nur zur Adventszeit besondere Kleider, die sogenannten Gnadenröckl. 

Doch nicht Wetter oder Geschmack sind ausschlaggebend für die Kleiderwahl, sondern der Anlass: 

Zur Adventszeit trägt die Gnadenmutter ein violettes Kleid, passend zur Farbe dieser Liturgie. Violett dient hier als Sinnbild für Übergang und Verwandlung. Das Gewand der Schwarzen Madonna wurde von Schwestern der Zisterzienserinnenabtei St. Josef in Thyrnau angefertigt und besteht aus Seidenstoff, den Stickereien aus Japangold zieren. 70 Blüten, deren Blätter aus echten Edelsteinen bestehen, verleihen diesem Gewand einen besonderen Glanz.

Zum Weihnachtsfest dann trägt das Gnadenbild ein Kleid aus weißer Seide mit goldenen Elementen – Weiß symbolisiert die Farbe des Lichts und die menschliche Vollendung im christlichen Sinne. Gold steht für das göttliche Gegenüber. Die Kombination aus Weiß und Gold ist also zum Weihnachtsfest die perfekte Wahl, ist der Ursprung dieser Zeit doch die Geburt des Sohn Gottes, der auf die Erde kam.

 

Gnadenbild im adventlichen Gnadenröckl, März 2017, Altötting, Foto: Roswitha Dorfner

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