Eine kleine Pilgergruppe geht vor dem Stadtpanorama von Altötting.
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Pilgern in Bayern

Spätestens seit Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“ erlebt das Pilgern auch in Bayern einen anhaltenden Boom. Erfahren Sie, wann das Pilgern für Sie geeignet ist, wie Sie sich auf eine Pilgerwanderung vorbereiten können und was eine Pilgerreise kostet. Hier kommen die besten Tipps für Anfänger und erfahrene Wanderer, die Bayern auf neue Art entdecken wollen.

Tipps & Tricks für Ihre Pilgerwanderung

In früheren Jahrhunderten waren Menschen oft monate- und jahrelang zu heiligen Stätten und Wallfahrtsorten unterwegs. Diese Fremden, die meist zu Fuß enorme Strecken zurücklegten, wurden Pilger genannt – nach dem lateinischen Wort peregrinus - der Fremde. Die Bedeutung des Pilgerns hat sich gewandelt, auch wenn die spirituelle Dimension noch immer ein Merkmal des Pilgerwanderns ist. Sich eine Auszeit nehmen, Lebensfragen klären, Einfachheit mit der Komplexität des modernen Lebens tauschen, Orientierung finden: Es gibt viele Motive, um den Weg zu sich selbst zu gehen.

Eine kleine Pilgergruppe geht auf dem Weg von Heiligenstatt nach Altötting in eine kleine Kirche.

Wo kann ich in Bayern pilgern?

Bayern und vor allem die Umgebung von Altötting sind von einem Netz an Pilgerwegen durchzogen. Die Marienwallfahrt nach Altötting besteht seit rund 500 Jahren und Pilger kamen und kommen bis heute aus allen Himmelsrichtungen. Besuchen Sie den Wallfahrtsort während einer Pilgerwanderung auf dem berühmten Jakobsweg oder wählen Sie Altötting als Aufenthaltsort, von dem Sie täglich neue Pilgerwege entdecken können.

Was muss beim Pilgern nach Altötting mit, eine Landkarte, damit man den richtigen Weg findet.
Eine kleine Pilgergruppe auf dem Wolfgangweg nach Altötting.

Was kostet eine Pilgerreise nach Bayern?

Die Kosten richten sich ganz individuell nach Ihren Ansprüchen. Je nachdem, ob Sie eine einfache Unterkunft oder ein 4-Sterne-Hotel für Ihre Übernachtungen wählen, sich kostengünstig mit Lebensmitteln selbst versorgen oder ein Restaurant besuchen, ist der finanzielle Aufwand unterschiedlich hoch. Ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor ist die geeignete Ausrüstung von den Wanderschuhen über den Rucksack bis zur wetterfesten Funktionsbekleidung. Planen Sie Ihre Pilgerwanderung schon ein paar Monate im Voraus, können Sie aber in Ruhe Ausschau nach günstigen Angeboten halten. Das gilt auch für die Anreise zum Ausgangspunkt Ihrer Wanderung mit der Bahn.

Wie schwer darf ein Rucksack beim Pilgern sein?

Hier gilt: weniger ist mehr! Das Gewicht des Rucksacks sollte 10 % Ihres Körpergewichts möglichst nicht übersteigen, als Faustregel gelten für Mehrtageswanderungen 8 – 10 kg Tragegewicht. Tagesrucksäcke sollten ein Volumen von 15 - 25 Litern haben, Mehrtagesrucksäcke zum Wandern 35 – 45 Liter Fassungsraum. Beim Packen hilft es, den geplanten Inhalt in drei Teile zu teilen, nämlich in unbedingt erforderlich, schön zu haben und Luxus. Teilen Sie den Inhalt so lange wieder in drei Teile auf, bis Sie nicht mehr als das Höchstgewicht zusammenhaben.

Eine kleine Pilgergruppe, die mit dem Rucksack nach Altötting pilgern.

Was muss beim Pilgern in Bayern unbedingt mit?

Da die Witterung je nach Jahreszeit durchaus wechselhaft sein kann, empfiehlt sich Funktionsbekleidung, die schichtweise übereinander getragen werden kann. Ein großes, quadratisches Tuch leistet mehrfach gute Dienste: als Kopftuch gegen die Sonne, in den Hosenbund eingeklemmt als Nierenschutz, als Tischtuch oder als Handtuch nach einem Bad in einem See. Sehr gute, bereits getragene Wanderschuhe gehören zur Grundausstattung. Wasserflasche oder –beutel, ein kleines Erste-Hilfe-Set, Sonnencreme, Pflegeartikel und Kreditkarte kommen ebenfalls mit auf die Pilgerreise.

Was muss beim Pilgern nach Altötting mit, eine kleine Brotzeit, bestehend aus Semmeln, Brezen, Obst und Gemüse.
Eine kleine Pilgergruppe die nach Altötting pilgern, nach dem Moto wie weit gehen Pilger.

Wie weit kann ich beim Pilgern täglich gehen?

Das hängt ganz von Ihrer Kondition und Vorbereitung ab. Am Anfang sind 8 – 20 km pro Tag empfehlenswert, erfahrene und sportliche Pilger gehen täglich um die 30 km. Allerdings ist das Pilgern kein Wanderwettbewerb und es ist nicht immer der Schnellste, der die Schönheiten des Wegs und die Gründe für den Aufbruch erkennt. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen – es ist Ihre Zeit für den Weg zu sich selbst.

Soll ich allein oder in der Gruppe pilgern?

Können Sie sich selbst gut motivieren? Sind Sie schon mehrfach Pilgerwege gegangen? Suchen Sie die Stille? Dann sind Sie vermutlich allein besser unterwegs. Wenn Sie aber zum ersten Mal eine Pilgerwanderung unternehmen oder Ihre Erlebnisse gerne mit anderen Menschen teilen, dann ist eine begleitete Pilgerwanderung bestimmt die bessere Wahl. Informieren Sie sich doch einmal über die Pilgerangebote für kleine Gruppen in Altötting!

Eine kleine Pilgergruppe die alleine nach Altötting pilgern.

Muss oder soll ich beim Pilgern schweigen?

Was das Pilgern vom Wandern unterscheidet, ist das Anliegen, das den Ausschlag zum Aufbruch gegeben hat. Daher ist es gut, Zeiten der Stille und des Schweigens einzulegen, um Lösungen für anstehende Fragen zu finden und den Weg in das eigene Innere zu finden. Viele Pilger berichten, dass sie oft tagelang allein unterwegs waren und die Stille als überaus wohltuend empfanden. Als geistige Begleitung haben sich Gebete, Gedichte, einzelne Sätze und Impulse bewährt.

Eine kleine Pilgergruppe die an einer Station des Kreuzwegs von Heiligenstatt nach Altötting steht.

Wie bereite ich mich auf das Pilgern vor?

• Unternehmen Sie Tageswanderungen und beobachten Sie, welche Distanzen Sie gut zurücklegen können.

• Kräftigen Sie Ihre Füße und härten Sie die Haut ab – mit Fußgymnastik, Barfußlaufen, Kneippbädern.

• Lassen Sie Herz und Kreislauf im Zweifelsfall vom Sportarzt checken und trainieren Sie ruhig 2 – 3 Mal in der Woche für eine halbe Stunde Kraft und Ausdauer.

• Prüfen Sie das für Sie angenehme Rucksackgewicht bei einer Tageswanderung. Sind 6 kg schon schwer oder kommen Sie mit 10 kg locker zurecht?

• Buchen Sie Unterkünfte im Voraus. Besonders während der Sommermonate sind viele Unterkünfte in und um Altötting belegt.

• Stimmen Sie sich mental auf das Pilgern ein: Sie werden Ihr gewohntes Umfeld für Tage oder Wochen verlassen und sich auf das Nötigste konzentrieren. Welche Herausforderungen kommen auf Sie zu? Welche Wünsche und Anliegen nehmen Sie mit auf den Pilgerweg?