Eine Krippenszene mit Schnee.
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Krippentradition in Altötting

Untrennbar mit der Weihnachtszeit verbunden ist auch die Krippentradition, die in Altötting seit mehr als 400 Jahren gepflegt wird. Ursprünglich waren Krippen ein „pädagogisches Instrument“, das vor allem die Jesuiten in der Seelsorge einsetzten, so ist überliefert, dass Altötting bereits im Jahr 1601 eine erste Weihnachtskrippe erhielt. Dieser schöne Brauch hat sich bis heute fortgesetzt und so gibt es zahlreiche liebevoll gestaltete Jahreskrippen in der Stiftspfarrkirche und der Friedhofskirche St. Michael. Im Rathaus befindet sich die imposante Stadtkrippe mit Figuren in heimatlicher Tracht und vor der Basilika grüßt jedes Jahr eine Bretterkrippe die zahlreichen Besucher.

Die Weihnachtskrippe mit Schnee vor der Altöttinger Basilika St. Anna.

Kapitel im Leben Jesu

Wer sich auf die schönen Bilder einlässt, die die Hobbykünstler ins Leben rufen, der fühlt sich, als würde er die Kapitel im Lebensbuch von Gottes Sohn durchblättern. Die Figuren strahlen viel Lebendigkeit aus. Mit Begeisterung erschaffen die Hobby-Kunsthandwerker intensive Züge in den Gesichtern der Figuren. Manche Geste entlockt dem Herzen viel Freude. Wenn zum Beispiel das Jesuskind liebevoll von seinen Eltern betrachtet wird und die Menschen in fröhlichen Farben dargestellt werden. Der Blick, den Judas nach dem Verrat offenbart, mag uns selbst an das schlechte Gewissen erinnern, das so manch kleiner Notlüge entsprungen ist. „Wir versuchen sehr viel Abwechslung in die Ausstellung zu bringen. Auch diesmal werden wir wieder ganz alte Schmuckstücke zeigen können“, erklärt Thomas Randl. Er stellt die Ausstellung zusammen, die einzig von Vereinsmitgliedern bestückt wird.

Detailaufnahme der Krippe in der Michaelikirche

Eine Reise durch die Welt

Wer sich auf die Entdeckung der Krippenwelt einlässt, der reist mit den Figuren auch gleichzeitig quer durch die Welt. Die herrlichen Bilder, die die Künstler zeichnen, versetzen den Betrachter in unterschiedliche Regionen. Eher deftig-zünftig geht es im neapolitanischen Stil zu. Da erblickt das Jesuskind inmitten des bunten Treibens der süditalienischen Stadt die Welt. Das rustikale Leben kann sich schon mal inmitten eines Wirtshauses abspielen, das in die Szene integriert ist. Die „Neapolitaner“ stellen die Figuren als sehr natürlich dar. Prachtvoll, bunt und ausladend präsentieren sich die orientalisch orientierten Kunstwerke. Hier kommen die Heiligen Drei Könige auf ihren Kamelen an die Geburtsstätte des Herrn. Der Betrachter entdeckte Zelte, aber auch Elefanten. Allen kleinen und liebevoll gestalteten Meisterwerken ist gemein, dass man das Gefühl bekommt, man könne sich direkt in jede Szene live hineinversetzen. Die Wanderung durch die Krippenausstellung ist eine besondere Form des Abtauchens aus dem Alltag. Gleichsam eine besondere Form der Meditation. So wird der Betrachter zum Wandler zwischen den Welten. Angekommen in „Bayern“  tauchen plötzlich Figuren in Lederhosen auf. Der Messias findet sich in einer verschneiten Umgebung wieder. Die Sternsinger runden das bayerisch-herzliche, aber dann doch auch besinnliche Erscheinungsbild ab. Es gibt soviel mehr interessante Aspekte, die jeder Besucher des Altöttinger Christkindlmarktes direkt vor Ort entdecken kann.