Eine Innenaufnahme der Hl. Bruder Konradkirche in Altötting.
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Bruder Konrad von Parzham

Auf den ersten Blick ist das Leben von Bruder Konrad unspektakulär. Insgesamt 41 Jahre lang war er als Pförtner des Kapuzinerklosters in Altötting tätig. Und genau darin liegt sein Geheimnis: Durch seine aufopfernde, menschenfreundliche und fromme Art erwarb er sich bei Wallfahrern und Mitbrüdern Respekt, Anerkennung und Verehrung. 1934 wurde Bruder Konrad von Parzham heiliggesprochen.

Wallfahrtsziel Bruder-Konrad-Kirche in Altötting

Geboren wurde Bruder Konrad am 22. Dezember 1818 als Johann Birndorfer in Parzham bei Bad Griesbach im Rottal, nur 60 Kilometer von seiner späteren Wirkungsstätte Altötting entfernt. Als elftes von zwölf Kindern, von denen einige früh verstarben, arbeitete er am elterlichen Hof, den er später übernehmen sollte. Doch schon in seinen Kindertagen fiel Johann durch seine außergewöhnliche Frömmigkeit und durch häufiges Beten auf.

Bruder Konrad in Altötting

Johann schloss sich dem Dritten Orden der Franziskaner an und trat schließlich 1849 in das St. Anna- Kloster der Kapuziner in Altötting ein. Vom Orden zunächst in Burghausen eingesetzt, kehrte er nach dem Noviziat in Laufen nach Altötting zurück, wo er bis zu seinem Tod am 21. April 1894 lebte und wirkte. Von 1852 an hatte er die verantwortungsvolle und arbeitsreiche Stelle des Pförtners inne. Bis zu 300.000 Wallfahrer und Pilger klopften pro Jahr an die Tür des Klosters, denn die Kapuziner waren und sind bis heute für deren Betreuung in Altötting zuständig.

Eine Aussenaufnahme der St. Konrad Kirche in Altötting.

Begegnung mit Bruder Konrad

Die Strahlkraft, die Bruder Konrad von seiner kleinen Klosterpforte aus entwickelte, lässt sich nur durch seine besondere Persönlichkeit und Gottverbundenheit erklären. Der Eifer für das Gebet, die stetige Dienstbereitschaft und die aufopfernde Liebe, die er allen Menschen entgegenbrachte, ließen ihn zum Vorbild, gesuchten Gesprächspartner und Ratgeber werden. Wallfahrer trugen den Ruf seines heiligmäßigen Lebens weit über die Grenzen Bayerns hinaus. So kommt es, dass das Grab von Bruder Konrad bis heute neben der Gnadenkapelle ein vielbesuchtes Pilgerziel in Altötting ist. Im Jahr 1953 wurde die Klosterkirche St. Anna ihm zu Ehren in Bruder-Konrad-Kirche umbenannt.

Der Schrein des Hl. Bruder Konrads in der St. Konrad Kirche in Altötting.
Verschiedene Votivtafeln mit Bruder Konrad in Altötting.

Vorbild Konrad von Parzham

Bruder Konrad traf in seiner Zuwendung gegenüber den Besuchern des Klosters keinen Unterscheidungen. Ob mittellose Handwerksburschen auf der Walz, hungrige Kinder oder Menschen in seelischer Not: Er behandelte alle mit großer Liebe und demselben Respekt. Seine Heiligsprechung am Pfingstsonntag des Jahres 1934 durch Papst Pius XI. wurde zum klaren politischen Statement gegen den Nationalsozialismus und zum Bekenntnis zu den Lehren der katholischen Kirche. Der Pontifex rückte Konrads demütiges und frommes Leben als klaren Gegenentwurf zum „Herrenmenschen“ in den Mittelpunkt.

Eine Dame zündet in der St. Konrad Kirche in Altötting im Lucenar eine Kerze an.

Bruder Konrads Vermächtnis

Neben den überlieferten Lebensweisheiten und Briefen des Heiligen wirkt Bruder Konrad auf vielfältige Weise in unsere Zeit hinein. Er ist Patron der bayerischen und ungarischen Kapuzinerprovinz, der Diözese Passau, des Bonifatiusvereins Deutschland und des Seraphischen Liebeswerks in Altötting. Kirchengemeinden, Gotteshäuser, öffentliche Einrichtungen, ja selbst Chöre, Straßen und Apotheken tragen seinen Namen. Sein Geburtshaus wurde nach dem Ankauf durch den Bruder-Konrad-Verein Parzham in eine Wallfahrts- und Gedenkstätte umgestaltet.

Papst Benedikt XVI. erwies Bruder Konrad seine Reverenz, als er am 11. September 2006 bei seinem Besuch in Altötting am Grab des Heiligen betete. Als Kind war eben dieser Papst im Jahr 1934 bei der Heiligsprechung persönlich dabei gewesen!

Die Alte Pforte von aussen des Hl. Bruder Konrad, in der Altöttinger St. Konrad Kirche.

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