Der Nürnberger Patriziersohn Thomas Löffelholz suchte sein Glück im Kriegshandwerk – mit Erfolg: Wohlstand und die Erhebung in den Ritterstand waren der Lohn. 1507 bezog er als neuer Schlossherr den Sitz Kolberg. In Altötting dürfte dies für Unruhe gesorgt haben, denn sein Ruf als gewaltbereiter Hasardeur eilte ihm voraus.
Zur gleichen Zeit stand Johannes Mair dem Kollegiatstift als Propst vor. Auch er war familiär mit Nürnberg verbunden: Sein Vater, Martin Mair, zählte zu den bedeutenden bayerischen Rechtsgelehrten und leitete die Kanzlei der Landshuter Herzöge.
Der Referent Dr. Markus T. Huber beleuchtet die spannenden Lebenswege beider Persönlichkeiten und zeigt, was sie und ihre Familien vor 500 Jahren in Altötting und der Region bewirkten. Zudem berichtet er über die Wiederentdeckung des von Johannes Mair 1499 gestifteten Tragaltars der Stiftskirche – ein eindrucksvolles Zeugnis spätmittelalterlicher Frömmigkeit.
Der Eintritt ist frei!
