Eine Szene aus der Ausstellung von Ackermann in der Stadtgalerie Altötting.

Ausstellungsrückblick der Stadtgalerie Altötting

Von Louvre bis Lennon. Die Stadtgalerie hat seit mehr als 20 Jahren schon viele hochkarätige Ausstellungen gezeigt. Hier haben wir Ihnen einen kleinen Überblick zusammengestellt:

2020: Katalin Harrer - Malen ist Leben (03.10. - 31.10.)

Katalin Harrer malt für ihr Leben gern. „Malen ist Leben“ ist daher ihr Motto und auch Titel der Ausstellung in der Stadtgalerie Altötting. „Mit großer Begeisterung und Freude konnte ich vor mehr als 30 Jahren anfangen meine Gedanken und Empfindungen in der Malerei auszudrücken“ erzählt die Künstlerin. Dabei wechselt sie gerne die Themen und Techniken, ist spontan in der Ausführung ihrer Werke und dabei immer auch mutig und phantasievoll, bisweilen zufällig und doch genau. Gerne lässt sich die Burghauserin von Menschen, Landschaften und der Natur im Allgemeinen inspirieren.

Katalin Harrer
Hier sehen Sie ein Acrylbild von Katalin Harrer im zwei Roten Rosen

2020: Der kleine Prinz (25.07 - 27.09.2020)

„Die großen Leute verstehen nie etwas von selbst, und es ist ermüdend für die Kinder, ihnen immer wieder und wieder alles erklären zu müssen“, schreibt Antoine de Saint-Exupéry im ersten Kapitel des Kleinen Prinzen, eine Erzählung, deren märchenhafter Erfolg niemand, er selbst eingeschlossen, hätte vorhersehen können. Neben der Bibel ist das Buch eines der am häufigsten übersetzten Werke der Welt. Die Stadtgalerie Altötting zeigt in der Familienausstellung Lithographien von Antoine de Saint-Exupéry und Hintergründe zu dieser märchenhaften Geschichte.

Junge Künstler in der Stadtgalerie
Eine Besonderheit dieser Ausstellung ist die Kooperation mit ausgewählten Schulen. In liebevoller und aufwändiger Handarbeit stellten die Schülerinnen und Schüler der Montessorischule Neuötting, insbesondere der FOS Gestaltung und des Maria-Ward-Gymnasiums Altötting einzigartige Objekte her, welche die Ausstellung vervollständigen und ihr einen einmaligen Charakter verleihen. Inspiration erhielten die jungen Künstlerinnen und Künstler im Schulunterricht. Vielen war der kleine Prinz bereits ein Begriff und doch entdeckten sie durch die erneute Beschäftigung mit dem Thema neue Aspekte und ein tieferes Verständnis des Werkes. Die Bandbreite der Objekte reicht von Bleistiftzeichnungen über die Welt des kleinen Prinzen im Schuhkarton bis hin zu Skulpturen.

Der kleine Prinz

2019: Vorbilder - Nerud - Brandmeyer - Beer (20.09. - 03.11.)

Vorbilder, so nennen der Simbacher Rudolf Beer (*1957 in Teufelseigen) und der Altöttinger Alexander Brandmeyer (*1966 in Bremen) ihre gemeinsame Ausstellung. Ihr Vorbild Josef Karl Nerud (*1900, †1982) ist ein Bindeglied für die sehr unterschiedlichen Künstler, welche beide, ebenso wie Nerud, Mitglieder der Innviertler Künstlergilde sind.

Nerud war schon zu Lebzeiten sehr populär. Durch eine reduzierte und auf das Wesentliche beschränkte Formensprache gelangte er zu einem starken Ausdruck und zu atmosphärischer Dichte. Höhepunkte seines Werkes sind die zahlreichen Zeichnungen und Gemälde der Insel Ibiza. Das leuchtende Weiß war seine fundamentale Erkenntnis. Weiß ist in Neruds Bilderwelt nicht nur Farblosigkeit, sondern erregende, intensiv strahlende Farbigkeit.

In einem lebendigen Interaktionsprozess fließen Sichtweisen und künstlerische Positionen des alten Meisters immer wieder in die Werke der beiden regionalen Künstler mit ein. Drei unterschiedliche, aber doch verbindende Ansätze: das bietet die Ausstellung „Vorbilder“ in der Stadtgalerie Altötting.

Vorbilder
Abstrakte Zeichnung einer Frau mit blonden Haaren.
Holzobjekte in der Ausstellung Leonardo da Vinci in der Stadtgalerie Altötting.

2019: „Leonardo da Vinci“ - Maschinen - nach seinen Zeichnungen zum Leben erweckt (04.04. - 23.06.)

Nur wenige tausend Zeichnungen, in etwa 25 % aller wissenschaftlichen und künstlerischen Studien die Leonardo da Vinci in seinem Leben geschaffen hat, haben bis heute überlebt. In der Ausstellung „Maschinen“ werden diese, nach den Zeichnungen von Leonardo da Vinci zum Leben erweckt. An die 20 Holz-Modelle, zum Teil interaktiv, werden anlässlich des 500. Todestages des Renaissance Meisters in der Stadtgalerie Altötting gezeigt.

Leonardo da Vinci

2018: „Songs‘n‘Steel – Play it loud“ by Christian Pöllner (28.09. - 04.11.)

Viele verbinden ihre Jugendzeit mit besonderen Liedern. Lieder, die oftmals enge Begleiter waren und auch heute noch Erinnerungen wecken. „Ich habe versucht, die Botschaften meiner musikalischen Welt in Eisen oder Stahl zu übersetzen“, sagt der Altöttinger Kunstschmied Christian Pöllner. Sehr schöne, spannende und anregende Werke sind entstanden. Die Ausstellung „Songs’n‘Steel - Play it loud“ entführt die Besucher in eine Welt, in der weiche Noten harten Stahl formen.

Songs‘n‘Steel – Play it loud
Ein Messer liegt auf einem Tablett und spiegelt etwas.
Bilder vom Märchen Dornröschen und ein rosa Prinzessinnenkleid im Hintergrund.

2018: "Märchenhaft! - Von Scheherazade, Dornröschen und Co." (07.06. - 02.09.)

 in Kooperation mit der Brüder Grimm-Gesellschaft

Im Sommer 2018 verwandelt sich die Stadtgalerie Altötting in eine märchenhafte Welt und wird so zum Paradies aller großen und kleinen Märchenliebhaber. Scheherazade und weitere Gestalten aus 1001 Nacht, aber auch Klassiker aus der Grimm‘schen Märchenwelt wie Dornröschen ziehen in die Stadtgalerie ein. Die Ausstellung präsentiert, neben aufwendig ausgestatteten Buchausgaben des 19. und 20. Jahrhunderts, einen Überblick über die Illustrationsgeschichte der "1001 Nacht" mit Bildern so bekannter Künstler wie Walter Crane, Edmund Dulac u.v.a. Darüber hinaus veranschaulicht eine Reihe von Exponaten die Nachwirkung der orientalischen Märchen bis in unsere Zeit. Der Duft von Weihrauch und Gewürzen aus 1001 Nacht lädt in einer extra von der Firma Kilwing gestalteten Ecke zum Schnuppern ein und alle großen und kleinen Prinzessinnen können Kostüme aus der Werkstatt von Gewandmeisterin Alexandra Brandner bestaunen.

Märchenhaft

2018: Nikolaus Hipp - Bilderwelten (13.04. - 03.06.)

Seit über vierzig Jahren malt Nikolaus Hipp abstrakte Bilder und er setzt dabei eine Tradition fort, die von Malern wie Fritz Winter, Willi Baumeister und Hans Hartung in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts ins Leben gerufen wurde. Nikolaus Hipp malt abstrakt, weil er weiß, dass sich viele Phänomene zwischen Himmel und Erde spätestens seit Einstein gar nicht anders als ungegenständlich ausdrücken lassen. Neben diesen physikalischen Erkenntnissen sind aber auch die tiefe Religiosität des Malers und seine Bewunderung für die Schöpfung Grund und Auslöser für sein künstlerisches Schaffen.

In der Stadtgalerie Altötting wird das Werk des Malers und Graphikers mit über 60 Exponaten aus verschiedenen Schaffensperioden präsentiert.

Bilderwelten Nikolaus Hipp
Zwei große Bilder aus der Ausstellung Hipp Bilderwelten.
Verschiedene Bilder der Ausstellung Imagine John Lennon von 2017 in der Stadtgalerie Altötting.

2017: Imagine – John Lennon (14.07. - 15.10.)

Über John Lennon wurde schon viel geschrieben und ebenso zahlreich sind die Mythen, die sich um ihn ranken. Er war Komponist, Künstler, Dichter, Zeichner, Träumer, Visionär, Musiker und Politaktivist. Die Ausstellung „Imagine – John Lennon“ begleitet den Künstler durch alle Stationen seines Lebens und künstlerischen Schaffens. Von den ersten Auftritten im Hamburger Star-Club 1960 bis zu seinem Tod in Manhattan 1980, zeigen sorgfältig ausgewählte Objekte, Fotografien, Handschriften, Zeichnungen und Filme den Menschen hinter dem Mythos, zeigen John Lennon als legendäres und schillerndes Symbol der 1960er und 1970er Jahre. Eine Ausstellung der Ernst Barlach Museumsgesellschaft Hamburg in Kooperation mit der Stadtgalerie Altötting.

2017: Toninho Dingl - Heimspiel (05.05.– 25.06.)

Der 28-jährige Künstler und Geograph diskutiert in seinen figurativen Malereien die Widersprüche und Ausdrücke unserer Zeit. Toninho Dingl bewegt sich dabei in verschiedenen Welten und verschränkt beispielsweise die Epen eines Homer oder die Fantasyliteratur eines Tolkiens mit Themen unserer Gegenwart. So zeigt sich beispielsweise auch die österreichische Fußball-Ikone David Alaba ganz erschrocken, als er sich in dem Trikot der Deutschen Nationalmannschaft wiederfindet. Aber auch des Lokalgeschehens und den Wahrzeichen seiner Heimatstadt Altötting nimmt sich der junge Künstler an.

Ein Bild der Ausstellung Toninho Dingl Heimspiel von 2017 in der Stadtgalerie Altötting.
Verschiedene Statuen der Ausstellung Paola Ceccarelli donna acqua terra von 2016 in der Stadtgalerie Altötting.

2016: PAOLA CECCARELLI – donna acqua terra (08.07. - 25.09.)

„donna – acqua – terra“, der Titel umschreibt sowohl die Materialien als auch das Thema, dem sich die Künstlerin Paola Ceccarelli in dieser Ausstellung widmet. Es gelingt Paola Ceccarelli mit ihren Plastiken die Schönheit in den einfachen Dingen zu sehen und aus einfachen Materialien Schönes zu schaffen.

In der Ausstellung werden zum Thema „donna – acqua - terra“ ca. 40 Skulpturen gezeigt, darunter sowohl Bronzeplastiken als  auch Werke aus Keramik. Die beeindruckenden, zum Teil großformatigen Plastiken der Künstlerin zeigen Frauenfiguren und sakrale Motive.

2015: Salvador Dali – Illustrationen zur Göttlichen Komödie von Dante Alighieri (31.07. – 18.10.)

Salvador Dali und Dante Alighieri im Dialog. Der weltberühmte spanische Künstler Salvador Dali (1904-1989) schuf zwischen 1950 und 1960 einen Zyklus mit einhundert Illustrationen zu Dantes “Göttlicher Komödie”. Die Ausstellung zeigte den gesamten Zyklus, einhundert Farbholzschnitte-Xylographien. Die farbintensiven Illustrationen zu diesem Thema zeigten auf beeindruckende Weise die künstlerisch, unbeschränkte Phantasie des surrealistischen Meisters im Umgang mit dem literarischen Werk Dantes.

Verschiedene Bilder der Ausstellung Salvador Dali von 2015 in der Stadtgalerie Altötting.
Eine Statue der Ausstellung Michael Fuchs Forma Femina von 2015 in der Stadtgalerie Altötting.

2015: Michael Fuchs „Forma Femina“ – Die Gestalt der Frau in Portrait und Allegorie (23.04. – 21.06.)

Diese Ausstellung zeigte hauptsächlich profane, also nicht sakrale Bilder. Portraits von Frauen zierten die Wände der Stadtgalerie Altötting aber es wurden auch Zeichnungen, Skizzen und allegorische Bilderzählungen gezeigt.

„Frauengestalten als lebensspendende Mütter oder Sinnbilder der Seele zeigen uns die Macht der Frau in ihrer Fähigkeit, die Welt zu beseelen und zu gestalten. Die Frau und Ihre Rolle in dieser Welt und über dieses Leben hinaus soll durch die Schönheit meiner Bilder gewürdigt werden. Sie ist Mutter, Tochter, Frau, Mitarbeiterin und Mitgestalterin unserer Welt.“ (Michael Fuchs)

2014: Janosch – Tiger, Bär und Co. auf Besuch (27.06. – 31.08.)

„JANOSCH“ (Horst Eckert) zählt zu den international erfolgreichsten Illustratoren und Kinderbuchautoren. Seine illustrierte Helden sind frech, aber auch liebevoll, sie sind listig, trotzdem höflich, die Kleinen und Schwachen sind die Starken, sie laufen, fliegen, watscheln durch eine Welt, die von Freiheit durchdrungen, von Freundschaft getragen, von Träumen beseelt ist. Seine Geschichten und Bilder sind voller Witz, hintersinnigem Humor, Poesie und menschlicher Wärme und manchmal auch voller Tragik. Er besitzt die Fähigkeit, eine erzählerische  Magie und Poesie hervorzuzaubern, das ist das Geheimnis JANOSCH’S. Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene.

In der Ausstellung wurden 100 Original-Aquarelle und Farbradierungen zu einzelnen Themengruppen seiner Bücher gezeigt.

Verschiedene Bilder der Ausstellung Janosch von 2014 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Bild der Ausstellung Herz Münchener Secession von 2014 in der Stadtgalerie Altötting.

2014: Herz – Münchener Secession (04.04. – 09.06.)

HERZ klingt in Altötting etwas bieder und fromm.  „Herz Mariens“, „Herz Jesu“ – in den Devotionalienläden wimmelt es von frommen Herzen. Die Herzen der bayerischen Könige sind in der Gnadenkapelle aufbewahrt. Altötting selbst nennt sich überschwänglich „Herz Bayerns“.

Umso überraschender dürfte es sein, wie professionelle, zeitgenössische Künstler/innen die Klippen und Untiefen von HERZ umschiffen und neu  interpretieren. So wie wir unser leibhaftiges Herz nicht sehen können, nur spüren, so ist es auch mit der Kunst: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ (Antoine de Saint -Exupérie).

2013: Gebhard Fugel „Vom Bodensee nach Jerusalem“ (15.08. – 20.10)

Im weiteren Zentrum der Wallfahrtsstadt Altötting findet sich das „Jerusalem-Panorama Kreuzigung Christi“ aus dem Jahr 1903. Das Monumental-Rundgemälde von Weltrang gilt als das bedeutendste Werk von Professor Gebhard Fugel (1863-1939). Er zählt zu den führenden Vertretern einer neuen christlichen Kunst um 1900 und ist Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst. In einer Gedächtnisausstellung präsentierte die Stadtgalerie über 100 Exponate und zeigte erstmals einen „unbekannten Fugel“: mit Natur- und Landschaftsimpressionen aus seiner oberschwäbischen Geburts- und seiner Münchener Wahlheimat, sowie insbesondere auch aus Oberitalien. Dazu konnte man Fugel als hervorragenden Porträtisten begegnen. Höhepunkt der Ausstellung war die Vorstellung von zwei Arbeiten, die als entscheidend für den Karrierebeginn Fugels als christlicher Historienmaler gelten.

Verschiedene Bilder der Ausstellung Gebhard Fugel von 2013 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Bild der Ausstellung Pablo Picasso Sammlung Klewan von 2013 in der Stadtgalerie Altötting.

2013: Pablo Picasso – Zeichnungen, Grafik, Fotografien aus der Sammlung Klewan (12.04. – 02.06.)

Zu den Freunden und Leihgebern der Stadtgalerie Altötting zählt seit vielen Jahren der international renommierte Kunstsammler Helmut Klewan, dessen Leidenschaft für ein ganzes Spektrum von Künstlern legendär ist. Zum Dienstende des langjährigen Galerieleiters Herbert Bauer gab es von Klewan als besonderes „Zuckerl“: eine Sonderschau mit 130 Papierarbeiten und Fotografien des „unumstrittenen Genies der Moderne“, Pablo Picasso, darunter diverse Kohle- und  Federzeichnungen, Radierungen aus dem Zyklus „Suite Vollard“ und Farblithographien, dazu einige „Vintage Prints“ des Meisterporträtisten Franz Hubmann.

2012: Günther Grass – Grafik & Skulptur (22.06. – 12.08.)

Schreiben, Zeichnen und plastische Formen sind im Schaffensprozess von Günter Grass gleichermaßen wichtige, einander durchdringende und befruchtende Ausdrucksformen seiner Künstlerpersönlichkeit. „Oft steht am Anfang eines Gedichts eine Zeichnung“, sagt er, „ergibt sich der erste Wortansatz aus einer Zeichnung und umgekehrt ... Skizzen werden weitergeschrieben oder eine geschriebene Metapher zeichnerisch überprüft“. Grass erachtet den Wechsel zwischen den verschiedenen Bildsprachen für seine Arbeiten als unentbehrlich. „Das Nebeneinander von Literatur, Bildhauerei und Malerei war für mich immer selbstverständlich“, sagt der Künstler und Schriftsteller.

Ein Bild der Ausstellung Günther Grass Grafik und Skulptur von 2012 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Bild der Ausstellung Hermann Hesse Farbe ist Leben von 2011 in der Stadtgalerie Altötting.

2011: Hermann Hesse Aquarelle „Farbe ist Leben“ (08.04. – 22.05.)

Durch die Ausleihe einer repräsentativen Auswahl von Bildern des berühmten Schriftstellers Hermann Hesse aus einer Privatsammlung konnte das bedeutende Ausstellungsprojekt „Farbe ist Leben“ realisiert werden. In der Zeit vom 8. April bis 22. Mai 2011 gab es über 50 Original-Aquarelle mit Motiven aus dem Tessin, auch verschiedene Mal-Gedichte, Briefe und weitere Erinnerungsstücke in der Altöttinger Stadtgalerie zu sehen.

2010: „Dichter, Denker, Dadaisten“ - Schriftstellerportraits berühmter Künstler aus der Sammlung Klewan (30.04. – 18.07.)

Der in München und Wien lebende, in der Kunstszene bekannte und allseits geschätzte Kunstsammler Helmut Klewan hat in den zurückliegenden Jahren seine umfassende Sammlung mit Werken berühmter bildender Künstler schrittweise „veredelt“. Unter dem Titel „Dichter, Denker, Dadaisten“ wurden Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Radierungen, Lithographien, Fotographien berühmter Schriftsteller gezeigt. Gefertigt wurdendie mezhr als 250 Exponate unter anderem von Auguste Rodin, Pablo Picasso, Salvador Dali, Alberto Giacometti, Max Beckmann, Jean Dubuffet und Giorgio de Chirico.

Ein Bild der Ausstellung Dichter Denker Dadaisten Sammlung Klewan von 2010 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Bild der Ausstellung Lima Altötting Franz Ackermann von 2009 in der Stadtgalerie Altötting.

2009: „Lima -> Altötting“ Franz Ackermann (15.05. – 26.07.)

Für die Stadtgalerie Altötting entwarf der Künstler einen panoramaartigen Einbau, welcher immer wieder durch die kleinen Arbeiten auf Papier sowie Ölbilder unterbrochen wurde. Inspiriert dazu wurde er durch seine Reise entlang der Westküste Südamerikas mit dem regulären Linienbus dem „Panamerican Highway“. Vor allem die Werbeschilder inmitten der wüstenartigen Landschaft haben ihn inspiriert. Die katholisch geprägte Region Perus, das berühmte Jerusalem-Panorama in Altötting von Gebhard Fugel sowie die Stadtgalerie Altötting in ihrer früheren Funktion als Beherbergung der Missionsausstellung waren dabei bewusste und willkommene Anknüpfungspunkte.

2008: "Ernst Barlach - Plastik und Graphik" (03.09. – 02.11.)

Die Stadtgalerie Altötting zeigte im September und Oktober 2008 in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Altötting Werke des bedeutenden Bildhauers Ernst Barlach. Die Kuratie der Ausstellung hatte Ehrenpräsidentin Reinhilde Müller-Trisl inne. Die von einer eindringlichen und schlichten Formgebung geprägten Figuren spannen dabei einen Bogen von geduldig ertragendem Leid zu Erlösung und Freude. Begleitet wurden die Skulpturen von einer Auswahl an Handzeichnungen, Holzschnitten und Lithographien, die diese Thematik abrundeten. Alle gezeigten Stücke stammten von der Ernst - Barlach - Stiftung in Güstrow, die Wohnhaus, Atelier und den gesamten Nachlass des Künstlers verwaltet.

Ein Bild der Ausstellung Ernst Barlach Prastik und Graphik von 2008 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Bild der Ausstellung Ave Mariae Verkündigung von 2008 in der Stadtgalerie Altötting.

2008: Ave Maria Mariae Verkündigung in der zeitgenössischen bildenden Kunst (29.03. – 25.05.)

Zeitnah am Fest „Mariä Verkündigung“ 2008 waren in der Altöttinger Stadtgalerie 42 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von 26 Künstlern aus dem Umkreis der der „Münchener Secession“ zu sehen. Zusammengestellt haben die Exponate Secessions-Präsident Helmut Kästl und Präsidiumsmitglied Alto Hien. Beide haben dabei das Konzept des im Jahre 2003 im Rahmen des Ökumenischen Kirchentags in Berlin unter der Leitung von Frau Dr. Hannesen initiierten gleichnamigen Kunstprojektes aufgegriffen und weiterentwickelt.

2007: „Schmuck und Gerät“ - der Altöttinger Gold- und Silberschmied Herbert Stern (26.10. – 02.12.)

Die gezeigten Arbeiten, die in einem Zeitraum von etwa fünfzig Jahren entstanden sind, geben einen umfassenden Einblick in ein beeindruckendes Oevre: Zu sehen war „Gerät“ für den liturgischen Gebrauch wie Kelche oder Abendmahlsgeschirr aber auch für profanere Verwendung silberne Teekannen, kupferne Wasserkessel oder Dosen mit feiner Emaillearbeit. Den Schmuck  repräsentieren die zahlreichen Beispiele von Ringen, Ketten, Reifen und Broschen von selten zu erlebender Formenvielfalt.

Ein Bild der Ausstellung Schmuck und Gerät Herbert Stern von 2007 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Bild der Ausstellung das eigene Ich Selbstportraits von 2007 in der Stadtgalerie Altötting.

2007: Maria Lassnig – Regina Götz – Johanna Freise “Das Eigene Ich” – Selbstportraits (15.08. – 14.10.)

Maria Lassnig wurde 1919 in Kärnten geboren und lebte während der 1960er-Jahre in Paris und New York. 1980 erhielt sie als eine der ersten Frauen im deutschsprachigen Raum eine Professur an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Gemeinsam mit Arnulf Rainer zählt Sie zu den Begründern der so genannten „Informellen Malerei“ in Österreich. Im Mittelpunkt der Präsentation aus der Sammlung Klewan standen die eindrucksvollen Selbstportraits von Maria Lassnig und ihren beiden Meisterschülerinnen Johanna Freise und Regina Götz.

2006: „Abgebrochene Verbindung“ - Werke von Igor Sacharow-Ross (22.10 -26.11.)

Igor Sacharow-Ross wurde 1947 in Chabarowsk/Ostsibirien geboren. Er studierte dort an der Pädagogischen Hochschule, arbeitete nach seinem Diplom als Dozent und ging –ohne Erlaubnis der Behörden – 1971 nach Leningrad/St. Petersburg. 1978 wurde Sacharow-Ross ausgebürgert und kam über Wien und Passau nach München. Sacharow-Ross arbeitet mit verschiedenen Medien. Seine Projekte vermitteln zwischen Kunst und Wissenschaft. Er fühlt sich dem Begriff „Syntopie“ verpflichtet. „Abgebrochene Verbindung“ ist eine Art intermediale Collage. Es ist eine Versuchsanordnung, die Zeichnung, Malerei, Fotografie, Plastik, Architekturfragmente sowie Film, Klang und sprachliche Bezüge integriert.

Ein Bild der Ausstellung Abgebrochene Verbindung Igor Sacharow Ross von 2006 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Bild der Ausstellung von Paris nach Bayern von 2006 in der Stadtgalerie Altötting.

2006: „Von Paris nach Bayern – Das Goldene Rössl und Meisterwerke der französischen Hofkunst um 1400“ (20.07. – 24.09.)

Seit annähernd 500 Jahren birgt Altötting ein weltbedeutendes Kunstwerk – das „Goldene Rössl“. Dieses Meisterstück der Pariser Hofkunst um 1400 – eigentlich ein prunkvolles Marienaltärchen – kam bereits 1509 zusammen mit weiteren Kleinodien aus dem französischen Kronschatz in den Besitz der Heiligen Kapelle zu Altötting. In der Ausstellung bildete es zusammen mit weiteren herausragenden Leihgaben aus dem Musée du Louvre ein facettenreiches Bild des Kunstschaffens an den französischen Höfen. Weitere Skulpturen, Buchmalereien und Steinschneidekunst waren zu bewundern. Die Ausstellung stand unter Kuratie des Bayerischen Nationalmuseums München in Zusammenarbeit mit der Stadtgalerie Altötting.

2005: Alfred Kubin – Mythos und Totentanz (06.10. – 13.11.)

Kubin fand in der Federzeichnung und in der Federlithografie das adäquate Mittel seiner phantastisch-grotesken Bilder. Inspirationen boten ihm die Literatur der ‚Schwarzen Romantik’ und Künstler wie Goya, Dorè, Ensor und Munch. Er gelangte im Zeichnerischen wie in den Motiven bald zu eigenständischen Ausdrucksformen, die oft die Gestaltungsmittel des Surrealismus vorwegnehmen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Illustration zu Dichtungen von E.T.A. Hoffmann, Edgar Allan Poe, Dostojewski, Gerhard Hauptmann, Thomas Mann und der Bibel. Auch eigene Schriften illustrierte er in Mappen, wie ‚Phantasien im Böhmerwald’.

Ein Bild der Ausstellung Alfred Kubin Mythos und Totentanz von 2005 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Bild der Ausstellung Alberto Giacometti Graphik Malerei Skulptur von 2004 in der Stadtgalerie Altötting.

2004: Alberto Giacometti – Graphik - Malerei - Skulptur (28.05. – 01.08.)

Die einzigartige Präsentation noch nie gezeigter Frühwerke des Künstlers aus seiner Schweizer Heimat in Verbindung mit hoch bedeutenden Exponaten aus der Sammlung Klewan machte die Wallfahrtsstadt auch zu einem „Pilgerziel“ für Kunstexperten aus der Großstadt. Unter den über 100 Ausstellungsstücken befanden sich Ölbilder, Zeichnungen, Skulpturen, signierte Radierungen und Lithografien, sowie Giacometti-Portraits berühmter Fotografen.

2003: Münchener Secession „Votiv“ (14.08. – 13.10.)

Maler und Bildhauer der renommierten Künstlergruppe „Münchener Secession“ zeigten unter diesem Titel „autonome Kunstwerke, die Momente des Religiösen zum Ausdruck bringen“.

Ein Bild der Ausstellung Münchener Secession Votiv von 2003 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Bild der Ausstellung Picasso Cocteau eine Künstlerfreundschaft von 2003 in der Stadtgalerie Altötting.

2003: „Picasso – Cocteau – eine Künstlerfreundschaft“ (10.04. – 01.06.)

Die Freundschaft der beiden Künstler begann in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit einem Besuch Cocteaus im Atelier Picassos. Die damals begründete Freundschaft zwischen dem Dichter und dem Maler regte beide über 50 Jahre lang sowohl persönlich als auch künstlerisch an. Gezeigt wurden Radierungen, Lithografien und Handzeichnungen der Künstler aus den Jahren 1946 – 1968, darunter seltene Stücke von Picasso, von denen keine Auflage existiert.

2002: Hans Prähofer – „Zwischen Inn und Salzach“ Malerei, Grafik, Keramik (14.08. – 13.10.)

Es war die erste Einzelausstellung des renommierten Künstlers in der Kreis- und Wallfahrtsstadt. Hans Prähofer ist zweifellos untrennbar mit Land und Leuten und ihrer Kultur zwischen Inn und Salzach verbunden. Mit Altötting verbindet Hans Prähofer nicht zuletzt die grafische Gestaltung mehrerer, in hoher Auflage während der 50er und 60er-Jahre produzierten Farbbroschüren, in denen die Stadt und ihre berühmte Wallfahrt vorgestellt wurden.

Ein Bild der Ausstellung Hans Prähofer Zwischen Inn und Salzach von 2002 in der Stadtgalerie Altötting.
Ein Szene der Ausstellung Reinhold Zellner Meisterwerke des Dioramenbaus von 2001 in der Stadtgalerie Altötting.

2001: Reinhold Zellner – „Meisterwerke des Dioramenbaus“ (27.04. – 17.06.)

Unter dem Titel „Meister des Dioramenbaus“ zeigte die Stadt Altötting eine sehenswerte Ausstellung, die dem 1990 verstorbenen Künstler und Mitbürger Reinhold Zellner gewidmet war. Der akademische Kunstmaler, Bildhauer, Krippenkünstler und Dichter hat Werke hinterlassen, die auch heute noch Tausende von Besuchern bestaunen. Bei der Ausstellung wurden die bedeutendsten Groß-Dioramen, zahlreiche Klein-Dioramen, Gemälde und Plastiken präsentiert.

2000: „Das Unsichtbare sucht nach Form“ – Münchener Secession (01.05. – 25.06.)

„Das Unsichtbare sucht nach Form“. Unter diesem Titel stellten in Altötting 26 Künstler der Münchener Gruppe Secession ihre Werke vor. Die Ausstellung zeigte die Auseinandersetzungen der zeitgenössischen Kunst mit religiösen Motiven. Klassische Kunst sind die Skulpturen, Lithographien und Gemälde nicht. Sie beschäftigen sich aber trotzdem mit zentralen Motiven des christlichen Glaubens. Gegenständliche Darstellung und impulsive Schöpfungskraft vereinen sich zu individuellen Arbeiten.

Ein Bild der Ausstellung Das Unsichtbare Sucht Nach Form der Münchner Secession von 2000 in der Stadtgalerie Altötting.

1999: Marc Chagall – „Bibel und Zyklus Paris – Grafiken“ (17.09. – 17.10.)

Bei der Ausstellung waren 83 Lithographien zu sehen – ein Bibelzyklus, eine Serie zum Thema Exodus, Bilder von Paris und Drucke mit mythologischen Sujets. Chagalls Figuren verkörpern Prinzipien und Ideen, ihr Schweben im Raum spiegelt die Gefühlswelt des modernen Menschen wieder, der viel Unverarbeitetes mit sich herumtrage.

1999: Olaf Gulbransson, Ludwig Thoma und der Simplicissimus (29.04. – 20.06.)

Die Ausstellung präsentierte Arbeiten von Ludwig Thoma, Olaf Gulbransson und aus der legendären Satirik-Zeitschrift „Simplicissimus“. Es wurden insgesamt 120 Werke in der Kreisstadt vorgestellt. Dazu gehörten 70 Originalseiten der Satirenzeitschrift und 30 Originalzeichnungen, Gemälde, aber auch Erinnerungsstücke und Briefe zeigten ein differenziertes Bild vom breiten künstlerischen Schaffen, aber auch von der barocken Persönlichkeit Gulbranssons.

1998: Alexej Jawlensky und der Blaue Reiter (14.08. – 18.10.)

1896 zog Alexej Jawlensky nach München, studierte dort in der berühmten Malerschule des Anton Azbé, und entwickelte sich zu einem der fortschrittlichsten Maler der Avantgarde in Deutschland. Zu den engsten Künstlerfreunden in München gehörten vor allem Franz Marc und Gabriele Münter, die unter Einbeziehung Gleichgesinnter Künstlerfreunde 1911 den berühmten „Blauen Reiter“ gründeten. Die Ausstellung in Altötting vereinte aus der Zeit von 1907 bis 1935 über 20 Bilder von Alexej Jawlensky aus allen Schaffensperioden des Malers.

Ein Bild der Ausstellung Zeige Deinen Engel von 1997 in der Stadtgalerie Altötting.

1997: „Zeige deinen Engel“ (25.04. – 29.06.)

Unter dem Motto „Zeige deinen Engel“ präsentierten 52 Künstler ihre Werke in Altötting. Zu den ausgestellten Werken gehörten Ölbilder, Grafiken und Fotografien. Die Exponate stellen nicht die traditionellen Engel dar, sondern eine Suche nach einem neuen Engelbild am Ende des 20. Jahrhunderts. Die dargestellten Engel waren zum großen Teil Schutzengel, die sich unter die Menschen mischen und auch mal sehr irdische Wege gehen.

1992: „Marienbild – heute“ (09.05 – 28.06.)

Im Zeitraum von 09.05. – 28.06. wurden in der Stadtgalerie Altötting 53 Werke zu dem Thema „Marienbild – heute“ ausgestellt. Die Künstler gingen sehr deutlich von dem herkömmlichen Typus des „Bildes“ ab. Das Verständnis Mariens dokumentiert sich heute nicht mehr im Andachtsbild oder einem zur Verehrung angefertigten Gemälde. Maria ist nicht mehr die idealisierte Frau, sondern eine Zentralfigur der menschlichen Nöte und geistigen Kämpfe, was auch bei den Exponaten deutlich zu sehen war.